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11 nützliche Tools für Designer, die mir die Arbeit leichter machen

Aufträge, Recherchen, Skizzen, Entwürfe, Blogartikel, Angebote… – wenn du dir mal einen Überblick über die vielen unterschiedlichen Aufgaben machst, die du jede Woche bewältigst, dann kommt eine ganze Menge an Stunden zusammen. Und ehrlich gesehen, ist der wirklich gestalterische Teil nur ein kleiner. Wie gut, dass es inzwischen viele tolle Tools für Designer gibt, die dir und mir den Arbeitsalltag leichter machen. Meine elf Lieblingstools stell ich dir heute vor.

Tools für Designaufträge

Das Beste zuerst. Wenn ich an Aufträgen arbeite, dann brauche ich Tools zum Zeichnen auf dem iPad, für die Zeiterfassung und für mein fokussiertes Arbeiten. Für das digitale Zeichnen hab ich mich entscheidend, weil ich es irgendwann leid war Stunden um Stunden mit dem Scannen und Nachbearbeiten von Illustrationen zu verbringen, zumal ich die Illus später in der Regel für die Infografiken sowieso vektorisiere. Und ja, inzwischen ich liebe mein iPad und möchte es auf keinen Fall mehr missen!

Paper 53

Paper 53 war das erste Zeichen-Tool, mit dem ich auf meinem iPad gearbeitet habe. Es ist einfach, man kann es intuitiv bedienen und ich mag, dass Paper 53 nur wenige Funktionen und Ebenen hat. Hier geht es vor allem um eines: das schnelle Festhalten von Ideen und Bildern. Alle Teaser-Illustrationen auf Achtung Designer sind beispielsweise mit Paper 53 gezeichnet.

Schnelle Skizzen und Entwürfe zeichne ich am liebsten mit Paper 53 auf dem iPad

Schnelle Skizzen und Entwürfe zeichne ich am liebsten mit Paper 53 auf dem iPad.

Procreate

Sind die Illustrationen komplexer und die Anforderungen schwerer zu kalkulieren, weil es sich z.B. um Kundenaufträge handelt, brauche ich mehr Möglichkeiten. Hier kommt Procreate ins Spiel. Dieses Tool ist deutlich komplexer. Es gibt eine Vielzahl von Zeichenstiften, Ebene, Funktionen und Möglichkeiten. Wie aus Photoshop gewöhnt, kann man auch in Procreate mit genauen Farbwerken arbeiten, Ebene ein- und ausblenden und ganz verschiedene Texturen und Pinsel anwenden. Super ist auch, dass man die Zeichnung, neben vielen anderen Formaten, als PSD-Datei exportieren kann. So kann ich Zeichnungen am Rechner weiterarbeiten und anpassen.

Astropad

Mit meinem iPad kann ich überall zeichnen, schreiben und vieles mehr. Für die Arbeit am Rechner brauche ich aber ein Grafiktablett. Ohne das bin ich völlig aufgeschmissen, weil ich weder mit der Maus zeichnen kann, noch will. Dann sehen die Illus sieht immer sperrig und ungelenk aus. Du kennst das sicher. Mit Astropad kann ich aus dem iPad ganz fix ein Grafiktablett machen. Dazu muss man nur das Tool auf dem Rechner und dem Tablet öffnen und schon verbinden sich beide miteinander.

Gudrun Wegener - meine Tools für Designer Astropad

Mit Astropad wird aus dem iPad ein Grafiktablett.

Jetzt sehe ich auf dem Tablet einen Kopie meines Monitors. Das ist großartig, weil ich z.B. Meine Skizzen in Photoshop auf dem Rechner kolorieren kann und gleichzeitig aber zum Zeichnen das iPad drehen und wenden kann, wie ich es gerade brauche.

Unsplash und Picjumbo

Bilder braucht man immer wieder. Sei es als Platzhalter, um etwas zu verdeutlichen oder als Teaserbild für einen Blogartikel. Kostenfreie Fotos suche ich dann immer aus Unsplash oder Picjumbo.

Timesheet

Kein Kundenauftrag ohne Zeiterfassung. Ich halte immer fest wie lange ich für die einzelnen Projekte gebraucht habe, damit ich meine Preiskalkulation verbessern kann und besser einschätzen kann wie lange so eine Grafik inkl. Korrekturen und Kundenabsprachen denn nun gedauert hat. (Erfahrungsgemäß ist das immer länger, als ich zuvor eingeplant habe. 😉 ) Dazu lass ich auf meinem Handy die App Timessheet mitlaufen. Die funktioniert ganz einfach, ich kann sie überall mit hinnehmen und behalte so den Überblick über meine Projekte.

TomatoTimer

Was, wieso Tomaten? Ganz einfach, weil hinter dem TomatoTimer nichts anderes als die Pomodoro-Technik steckt. Das ist ein sehr effektiver Weg um konzentriert an einer Sache zu arbeiten und sich nicht immer ablenken zu lassen. Zu Beginn jeder neuen Aufgabe starte ich den TomatoTimer und arbeite dann 25 Minuten ganz konzentriert an einer Sache. Nach 25 Minuten piepst das Tool und ich weiß, dass nun 5 Minuten Pause sind. Vorher wird nicht unterbrochen oder „nur mal eben schnell die Mails gecheckt“. Danach geht es entweder mit der Aufgabe weiter oder ich wende mich dem nächsten zu. Dieses Tool für Designer ist so simpel, wie effektiv.

Tools für das Schreiben

Auch wenn man es gar nicht denkt, schreibst du als Designer eine ganze Menge. Selbst wenn du nur selten Blogartikel veröffentlichst, hast du Angebote, Kundenanfragen, Präsentationen, Handouts, Nachrichten für Veranstaltungen etc. und seinen wir mal ehrlich – ich kenne keinen Designer, der sich mit Word anfreunden konnte. Man nutzt es halt, wenn man muss, aber schön ist das nicht.

Scrivener

Auf Scrivener bin ich gestoßen, weil ich für das Achtung Designer Buch eine passende Schreibsoftware gesucht habe. Inzwischen gefällt mir dieses Tool so gut, dass ich fast alles mit Scrivener schreibe, egal ab Blogartikel, Interviews oder längere Texte für Kunden. Mir gefällt vor allem, dass ich für jedes einzelne Thema eine Mappe anlegen kann (z.B. Blogartikel) und in diese dann lauter einzelne Blätter (z.B. ein Blatt für jeden neuen Artikel). Recherchenergebnisse, Verweise und Links kann ich mir direkt für jedes Blatt anzeigen lassen und so hab ich immer alles parat, was ich für den Artikel brauche. Adieu unnötige Sucherei! Ist der Text fertig kann ich ihn in dem Format meiner Wahl exportieren, sogar als E-Book-Format.

Duden

Auch wenn Scrivener eine tolle Rechtschreibkorrektur hat, so geht doch nichts über den guten alten Duden – also die Online-Version vom Duden natürlich. Bis zu 800 Worte kannst du hier schnell und richtig korrigieren lassen.

Tools für die Recherche und für später

Hier ein Artikeltipp auf Twitter, dort ein Link in Facebook und diesem Beitrag wollte ich doch auch noch unbedingt mal in Ruhe lesen… Wenn du versuchst dir all die tollen Informationen zu merken hast du verloren. Oder besser gesagt, du verlierst die Artikel, weil es unmöglich ist sich alle diese Sachen zu merken. Darum hab ich für mich diesem Weg gefunden Wissenswertes zu behalten.

Pocket

Oh man, ohne Pocket wäre ich aufgeschmissen. Mit diesem Tool kannst du alle Inhalte speichern, die du später noch einmal lesen willst. Ich hab es auf jedem Rechner, Tablet und Smartphone installiert und wenn ich dann etwas Spannendes finde, klicke ich auf das Pocket-Symbol und schon ist es für später archiviert. Ein neues Newsletter kommt ins Postfach, dann guck ich kurz ob mich der Artikel anspricht, speichere ihn in Pocket und lösche die Mail. Ein Link auf Facebook ist für mich relevant, dann wird er in Pocket gespeichert. So verhindere ich das mein Postfach und meine Accounts überquellen und hab doch alles, was ich brauche.

Pocket für Designer

Pocket ist meine Sammelstelle für alle Artikel und Links die ich spannend finde.

Evernote

Das digitale Notizbuch Evernote hat wahnsinnig viele Fans. Einige haben ihr kompletten Notizen hier hinterlegt und gar keine Papieraufzeichnungen mehr. Das wäre für mich momentan noch zu viel, außerdem mag ich Papier. Ich nutze Evernote um dort die Notizen zu hinterlegen, die ich wirklich noch einmal brauche.
In regelmäßigen Abständen (z.B. beim Warten auf die Bahn) lese ich mich durch meine Pocket-Liste und sortiere großzügig aus. Habe ich einen Artikel, der mich nachhaltig interessiert oder den ich brauche um ihn für meinen nächsten Blogartikel zu verwenden, dann speichere ich den Link in Evernote. Dort versehe ihn mit weitere Notizen, die ich brauche auch später noch zu verstehen warum ich mir den Artikel gespeichert habe oder ich fasse mehrere Links zusammen, die zum gleichen Thema sind. Ich hab mir in Evernote mehrere Notizbücher angelegt (eines für das bilderbuero, eines für Achtung Designer, eines für Privates, …) und kann so jederzeit wieder an Ideen weiterarbeiten.

Google Drive

Der Cloud-Service Google Drive ist mein Dreh- und Angelpunkt für alle Sachen an denen ich gerade arbeite. Die in Paper 53 gezeichnet Illu lade ich bei Google Drive hoch, um sie am Rechner weiter zu bearbeiten. Den Text hab ich auf dem iPad geschrieben, in der Cloud zwischengespeichert und dann am Rechner in WordPress eingefügt. Ein Dokument an dem ich zusammen mit Kollegen arbeite, gebe ich für diese frei und so können wir gemeinsam Änderungen einarbeiten. Ist das Projekt fertig, lösche ich die Sachen wieder aus Google Drive raus. Das ist einfach unschlagbar praktisch.

Fazit

Welche Tools, Apps und Techniken für mich praktisch sind, ändert sich auch immer wieder. Mal brauche ich eines mehr, mal finde ich für ein altes Tool eine bessere Alternative. Darum finde ich es auch immer wieder interessant zu hören mit welchen Tools für Designer du arbeitest. Welche Tipps hast du für mich? Was funktioniert besonders gut in deinem Alltag?

Autor:

Hi, ich bin Gudrun und freiberufliche Designerin. Im „bilderbuero“ bin ich im Einsatz mit Stift, Maus und Herzblut für tolle Infografiken, Sketchnotes & visuelles Storytelling. Darüber wie man sich ein Design-Business aufbaut, dass einen kreativ, zufrieden und erfolgreich macht, schreibe ich hier auf „Achtung Designer“.

8 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Hi Gudrun, jetzt muss ich wirklich danke sagen! Aktuell bin ich seit mehr als zwei Wochen auf der Suche nach einer adäquaten Lösung mein iPad als Grafiktablett einzusetzen, weil ich meins abends wenn das Baby schläft immer öfter an meinen Mann abtreten muss (gnarf!) Gleich ein zweites kaufen? Bisher hat mir keine App fürs Pad gefallen aber Astropad erfüllt wirklich alle meine Anforderungen. Super, herzliches Dankeschön dafür!

    Antworten

    • Hi Nadine,
      ja, ich finde Astropad auch super und war sehr froh als ich es gefunden hatte. YEAH!
      Ich weiß jetzt nicht, ob du eher mit Photoshop oder so wie ich mit Illustrator arbeitest, aber dieses Video erklärt noch mal super wie es funktioniert:
      Viele Grüße,
      Gudrun

      Antworten

  2. Hallo Gudrun,
    Zu aller erst einmal ein Danke an dich für deine tollen Artikel.
    Und als zweites hinter gleich eine Frage an dich.
    Ist die App Scrivener in Englisch? Und wenn Ja, kann man sie auch auf Deutsch umstellen?

    Fragende Grüße
    Roland

    Antworten

    • Hallo Roland,
      Scrivener gibt es auch komplett auf deutsch. Wenn ich mich recht erinnere, konnte man das am Anfang einfach einstellen.
      Viel Spaß mit dem Programm.
      Liebe Grüße,
      Gudrun

      Antworten

  3. Was für eine tolle Übersicht, Gudrun!
    Gerade die von dir vorgestellten Zeichentools interessieren mich. Ich überlege schon länger, Astropad mal auszuprobieren – du hast mich jetzt überzeugt. 🙂
    Auch die anderen beiden klingen gut, werd ich mir mal genauer anschauen.
    Danke für die Anregungen!

    Liebe Grüße,
    Christine

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  4. Pingback: Webdesign Lieblinks – Oktober 16 | hahnsinn – Webdesign in Leipzig

  5. Hallo Gudrun,
    ich bin gerade am „Anfang“ meiner Webdesigner Karriere. Vielen Dank für die hilfreichen Informationen. Das ein oder andere Tool werde ich mir sicher näher ansehen.

    Und deinen Blog werde ich auch weiter verfolgen.

    Viele Grüße, Andreas

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