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#darumfrei: 6 Gründe, warum eine Freiberuflichkeit großartig ist

#darumfrei Blogparade über Freiberuflichkeit

Freiberuflich arbeiten und kreativ sein. Selbstständig sein, tolle Projekte umsetzen und dabei auch noch Geld verdienen. Am liebsten in einem tollen, hellen Atelier…

Kommt dir dieser Gedanke bekannt vor? So voller Ideale und rosaroter Wolken? Ja, so sah in etwa die Vorstellung von meiner beruflichen Zukunft aus, als ich noch im Design-Studium war. Das Ziel war klar und eine Festanstellung kam in diesem Plan nicht vor. Und so hab ich es auch gemacht. Blauäugig, voller Elan und ohne den Hauch einer Ahnung, von dem was mich erwartet. Dann kam es, wie es kommen musste: Ich bin mit meiner Freiberuflichkeit gescheitert. Zu wenige Aufträge, zu wenig Geld und zu viel Drumherum, mit dem ich nicht gerechnet habe.

Es folgte eine Festanstellung als Infografikerin bei einer großen Presseagentur. Für mich ein echter Glücksgriff. Als mein Arbeitgeber dann aber beschloss, mit Mann und Maus nach Berlin umzuziehen, musste ich meine berufliche Zukunft erneut komplett überdenken. Und ich habe es ein zweites Mal gewagt, dass Abenteuer Freiberuflichkeit! Jetzt aber mit mehr Wissen, mehr Erfahrung und einer realistischen Sicht auf die Dinge, die mich erwarten.

Warum die Freiberuflichkeit für mich perfekt ist

Dieser Artikel ist Teil der Blogparade von „Fit für Journalismus“ und will herausfinden, warum Journalisten gerne frei arbeiten. Gut, ich arbeite nicht als Journalistin, sondern bin Infografikerin & Bloggerin, aber die Arbeitsweise und auch die Gründe sind ähnlich.

6 Gründe, warum auch du die Freiberuflichkeit wagen solltest

Vielleicht überlegst du auch noch, ob du den Schritt in die Selbstständigkeit wagen sollst? Du möchtest gerne, aber du traust dich noch nicht. Dabei gibt es unzählige gute Gründe und einen kleinen Teil davon stelle ich dir jetzt vor.

#1 Du wächst mit deinen Herausforderungen

Jeden Tag das gleiche Programm. Mal mit zu viel, mal mit zu wenig Verantwortung. Und immer der Wunsch sich mit neuen Ideen und Herausforderungen zu befassen. Kommt dir das bekannt vor?
Als Freiberufler arbeitest du eigenverantwortlich an deinen Projekten. Was muss bis wann und in welchem Umfang erstellt werden? Welche Software, Tools und Skills brauche ich, um gut und effizient zu einem Ergebnis zu kommen? Das sind deine täglichen Herausforderungen, wenn du freiberuflich arbeitest. Und das ist großartig. Denn durch diese Herausforderungen entwickelst du dich immer weiter und lernst ganz neue Qualitäten an dir kennen.

#2 Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Die Kita streikt. In der Krippe geht ein Magen-Darm-Infekt rum und du fragst dich, wie alles unter einen Hut gehen soll? Für mich ist die Vereinbarkeit von Familie und Beruf viel leichter umzusetzen, weil ich mir meinen Arbeitstag frei einteilen kann. Ja, dass bedeutet, dass ich auch nachts arbeite und das ein Samstag nicht automatisch ein freier Tag ist. Aber es heißt auch, dass ich mit meinen Kindern an einem schönen Nachmittag zwei Stunden im Garten sitzen kann. Ohne das ich mich dafür mit einem Chef absprechen muss. Ohne schlechtes Gewissen.

#3 Neue Leute und neue Projekte kennenlernen

Als Freiberufler arbeitet man mit ganz unterschiedlichen Auftraggebern zusammen. Manchmal sind es Einzelkämpfer, dann wieder Agenturen oder mittlere Unternehmen. So verschieden wie die Projekte sind, so unterschiedliche sind auch die Personen. Das ist unglaublich spannend. Jeden Tag nur stupiden Einheitsbrei machen? Das wird dir als Freiberufler nicht passieren.

#4 Alleine oder im Team? Du entscheidest selbst

Je länger man als Freiberufler unterwegs ist, desto genauer wird das Bild von den eigenen Fähigkeiten. Du kannst genau abschätzen bis zu welchem Punkt du die Verantwortung mit gutem Gewissen tragen kannst und ab wann du einen Teil deiner Aufgaben an einen anderen Fachmann abgeben musst. Du spezialisierst dich und baust dir ein Netzwerk auf, mit dem du auch komplexe Aufgaben umsetzen kannst. Verantwortung zu übernehmen und trotzdem im Team alles erreichen zu können, ist ein tolles Gefühl.

#5 Finanzielle (Un-)Sicherheit

Das liebe Geld ist auch für Freiberufler ein ständiges Thema. Wenn du selbstständig bist, dann bist auch nur du dafür verantwortlich, dass am Ende des Monats alle Rechnungen bezahlt werden können. Auch wenn es im ersten Moment nicht so aussieht, so ist aber genau das ein Vorteil. Du weißt genau wie viel Geld reinkommt und du kennst alle Ausgaben. Du kannst abschätzen, wie die nächsten Monate laufen und hast über alles die volle Kontrolle. Wenn du angestellt bist, kann dich eine Kündigung ohne Vorwarnung jederzeit erwischen. Und dann hast du gar nichts mehr. Zahlst du dir selbst ein Gehalt, passiert dir das nicht.

#6 Morgen mach ich was ganz anderes

Du hast keine Lust mehr? Immer nur die gleichen Aufgaben? Du willst eine berufliche Abwechslung? Na dann manch das doch! Als Freiberufler bist du dein eigenen Chef und kannst dich jederzeit in eine neue Richtung weiterentwickeln. Niemand hält dich auf!

Fazit

Mein Wiedereinstieg in die Selbstständigkeit ist jetzt fast fünf Jahre her. In dieser Zwischenzeit ist viel passiert. Die Entscheidung wieder als Freiberuflerin zu arbeiten, habe ich nie bereut. Ich arbeite an spannenden Projekten, treffe immer wieder auf neue interessante Leute und wachse an Herausforderungen, denen ich in einer Festanstellung gar nicht begegnet wäre.

Für mich ist es die beste Art zu arbeiten und ich hoffe ich konnte dir ein paar Gründe vorstellen, die auch dich für diesen Schritt begeistern.

Autor:

Hi, ich bin Gudrun und freiberufliche Designerin. Im "bilderbuero" bin ich im Einsatz mit Stift, Maus und Herzblut für tolle Infografiken, Sketchnotes & visuelles Storytelling. Darüber wie man sich ein Design-Business aufbaut, dass einen kreativ, zufrieden und erfolgreich macht, schreibe ich hier auf "Achtung Designer".

3 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Ich habe dir noch gar nicht gesagt, wie schön ich diesen Artikel finde! Die Bildsprache finde ich übrigens auch sehr schön. 😉

    Besonders Punkt 2 dürfte für viele Frauen ein k.O.-Argument sein: bis in Deutschlands Firmen endgültig angekommen ist, dass es der Bedarf an alternativen Arbeitsmodellen riesig ist, ist unsere Generation im Ruhestand. 😉

    Liebe Grüße 🙂
    Melina

    Antworten

    • Hallo Melina,
      ja, da geb ich dir recht! Und es wundert mich auch immer wieder, dass andere Arbeitsweisen, als das klassische 9-to-5-Modell, als so außergewöhnlich betrachtet werden. Als hätte Erfolg und Produktivität tatsächlich etwas mit einer bestimmten Uhrzeit und einem festen Schreibtisch zu tun. 🙂
      Liebe Grüße,
      Gudrun

      Antworten

  2. Pingback: Das Fazit der Blogparade #darumfrei - Fit für Journalismus

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