Achtung Designer Buch – Vom Schreiben und Nichtschreiben
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Das Achtung Designer Buch #2 – Vom Schreiben und Nichtschreiben

Das Achtung Designer Buch Teil 2 - Vom Schreiben und Nichtschreiben © Gudrun Wegener

Ein Buch zu schreiben ist eine großartige Sache. Die meiste Zeit zumindest. Und es gehört viel Disziplin dazu – mehr als ich gedacht habe.

Nachdem ich vor vier Wochen angekündigt habe, dass ich mit dem Buchprojekt starte, ist etwas Großartiges passiert: Ich habe ganz viele tolle Themenideen und Vorschläge von meinen Lesern bekommen. Die Idee, das Buch so zu schreiben, dass du mitmachen kannst, war also nicht nur für mich spannend, sondern auch für dich.

Danke!!! Das hat mich total motiviert!

Einfach mal was schreiben … oder auch nicht?

Also hab ich mich gleich hingesetzt und losgelegt. Das heißt, ich wollte loslegen, wusste aber nicht wie. Bei einem Blogpost muss der erste Absatz spannend sein und dich als Leser so neugierig machen, dass du dir die nächsten circa 1000 Wörter durchliest. Bei einem Buch soll dich der Anfang auch neugierig machen, aber jetzt sollst du die nächsten 150-200 Seiten lang begeistert sein. Das ist sehr viel schwerer!

  • Was soll auf der ersten Seite von meinem Buch stehen?
  • Beginnt man einfach mit dem ersten Kapitel?
  • Braucht ein Buch eine Einleitung?
  • Und wenn man schon einen Einleitung schreibt, was steht dann da drin?
  • Was muss der spätere Leser wissen, damit er versteht, wie das Buch funktioniert?

Also alles wieder einen Schritt zurück – Recherche. Zum Glück ist mein Bücherregal voll und ich konnte mir anschauen, wie andere Autoren dieses Problem gelöst haben.

Zum Glück hab ich in meinem Büro jede Menge Recherchematerial. / Das Achtung Designer Buch

Zum Glück hab ich in meinem Büro jede Menge Recherchematerial für mein Buch 🙂

Auf der Suche nach dem richtigen Schreibstil

Nach ausgiebiger Recherche habe ich entschieden, dass es du als Leser wissen musst, wer ich bin und über welche Umwege ich zu meiner Selbstständigkeit gekommen bin. Das Buch spiegelt ja meine persönlichen Erfahrungen und Erlebnisse wider. Es wird kein neutrales, theoretisches Nachschlagwerk, sondern ein richtiges Praxisbuch. Und um zu wissen, was meine Erfahrungen wert sind, musst du wissen, wie ich sie gesammelt habe.

Kurz gesagt: Ja, es gibt eine kurze Einleitung, in der ich dir meine Geschichte erzähle und beschreibe, wie das Buch aufgebaut ist.

Aber irgendwie blieb das Schreiben sperrig. Anders als beim bloggen wusste ich nicht so recht, wie ich meine Leser ansprechen sollte. Ganz persönlich mit „du“ oder neutraler mit „man“? Beschreibe ich meine persönlichen Erfahrungen oder nutze ich allgemeine Beispiele, um meine Argumentationen zu verdeutlichen? Mit jedem neuen Teilstück, das ich nach und nach hinzugefügt habe, war der Ton und der Schreibstil verschieden. Gemessen daran, dass ich ja erst keinen kleinen Teil von Modul 1 geschrieben hatte, waren das schon sehr viele Unterschiede und Stolpersteine.

Wie lange braucht man für ein Buch?

Also noch einmal zurück, damit ich mir über ein paar grundsätzliche Fragen klar werden konnte. Und darüber, wie und wann ich an dem Buch arbeiten will. Denn es dauerte sehr viel länger ein Kapitel zu verfassen, als ich gedacht habe.

Normalerweise brauche ich für einen Blogpost etwa vier Stunden. Beim aktuellen Stand des Manuskripts hat das Achtung Designer Buch nachher fünf Module (#1 Positionierung, #2 Selbstmarketing, #3 Akquise, #4 Projektmanagement, #5 Designerslife) mit insgesamt 45 Kapiteln. Das wären dann zusammen 4 Stunden x 45 Kapitel = 180 Stunden. Sollte es schaffen jeden Tag 2 Stunden lang zu schreiben (und das wäre schon ziemlich gut), dann brauche ich also 90 Tage für das Buch. Die Woche hat 5 Arbeitstage, das heißt dann, dass ich mit dem Schreiben in 18 Wochen durch sein könnte. Das wäre irgendwann Mitte/Ende September.

Dazu kommt noch die Zeit für die Illustrationen, das Layout und die Veröffentlichung. Wann kann ich also fertig sein??? Ende des Jahres?

Vor einem inneren Auge wächst das Buchprojekt sich gerade zu einem Berg aus, neben dem der Mount Everest klein aussieht.
*Anflug von Panik*

Was Disziplin mit dem Schreiben zu tun hat

Okay, durchatmen. Ruhig bleiben.
Was macht man in solchen Momenten? Richtig, Google befragen. Bücher werden ja schon seit Ewigkeiten geschrieben, da gibt es doch sicher auch den einen oder anderen Tipp, den ich jetzt gut brauchen kann.

Und tatsächlich habe ich einen Artikel von Walter Epp gefunden, der mich ganz entscheidend weitergebracht hat. Aber nicht nur, weil er sich mit dem Schreiben befasst hat, sondern weil es um Prioritäten geht. Darin empfiehlt der Autor, dass man sich überlegt, was für einen die größte Prio hat, diese dann in Teilaufgaben zerlegt und dann jeden Tag ein kleines Stück davon erledigt.

In meinem Fall heißt das, dass ich jetzt jeden Tag als erstes 500 Worte für das Achtung Designer Buch schreibe. Jeden Tag! Ich öffne nicht Thunderbird, beantworte keine Kundenanfragen, arbeite nicht an laufenden Aufträgen – alles bleibt zu, bis die 500 Worte geschrieben sind.

Das erfordert ziemlich viel Disziplin, funktioniert aber hervorragend. Außerdem hab ich mich von dem Gedanken verabschiedet, dass ich den Text gleich in der finalen Formulierung schreiben kann. Jetzt entsteht erst einmal eine Rohfassung, an der ich dann immer weiter basteln und schrauben kann. So ein Buchprojekt entwickelt sich schließlich, und mir fehlt die Erfahrung, gleich im ersten Versuch den richtigen Ton zu treffen. Für mich ist das aber völlig okay.

Wie ist der Stand der Dinge?

Dank der täglichen Arbeit am Buch ist die Rohfassung für das 1. Modul über Positionierung fertig. Ich muss aber dazu auch sagen, dass ich mich mit dem Thema Positionierung am intensivsten auseinandergesetzt habe. Wenn du schon einmal bei meiner 14-Tage-Challenge für Designer mitgemacht hast, weißt du was ich meine.

Beim 2. Modul über Selbstmarketing stecke ich etwa in der Mitte. Hier brauche ich mehr Zeit für Recherchen und die Konzeption. Das Modul soll ja auch in sich logisch und gut nachvollziehbar sein.

Den größten Respekt habe ich übrigens vor dem Modul über Projektmanagement. Gerade hier hab ich gefühlt in meinem Arbeitsalltag den größten Nachholbedarf und versuche immer mal wieder, neue Wege und Anregungen umzusetzen. Ich bin fest überzeugt, dass man an diesem Punkt sehr viel Zeit und Mühen sparen kann, wenn man sich effektiv organisiert. Darum werde ich von diesen Recherchen wohl auch am meisten profitieren. ☺


Meine Frage an dich

Frage 1: Beispiele im Buch
Möchtest du lieber allgemeine Beispiele haben oder interessieren dich meine persönlichen Erfahrungen mehr?

Fragen 2: Projektmanagement
Bist du vielleicht superfit im Bereich Projektmanagement? Oder hast du Tipps, mit denen du deinen Alltag als Designer einfacher hinbekommst? Nutzt du bestimmte Tools z.B. für deine Zeiterfassung, Angebote & Rechnungen, Kundenverwaltung oder die Ablage & Archivierung fertiger Projekte? Dann immer her damit. Ich probiere alles aus und bin für gute Hinweise, die uns Designern den Arbeitsallatg leichter machen, dankbar.

Frage 3: E-Book oder Hardcover
Mal grundsätzlich gefragt: Willst du lieber ein E-Book haben oder möchtest du das Buch zum Schluss als Hardcover in den Händen halten?

Autor:

Hi, ich bin Gudrun und freiberufliche Designerin. Im "bilderbuero" bin ich im Einsatz mit Stift, Maus und Herzblut für tolle Infografiken, Sketchnotes & visuelles Storytelling. Darüber wie man sich ein Design-Business aufbaut, dass einen kreativ, zufrieden und erfolgreich macht, schreibe ich hier auf "Achtung Designer".

3 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Hallo Gudrun,

    zunächst: Kompliment, dass du für dich die richtige Herangehensweise für dieses Buch gefunden hast. Beim eigentlichen Schreiben gibt es tatsächlich viele Tücken und Stolpersteine. Daher ist ein genauer Plan gar nicht so verkehrt 😀

    Zu deiner Frage 1:
    Rein vom Lesevergnügen würde ich mich sehr darüber freuen, an deinen persönlichen Erfahrungen teilhaben zu dürfen. Du kannst so vieles erzählen und ich denke, dass das die Leser auf der richtigen Ebene abholt.

    Zu deiner Frage 3:
    Eindeutig Hardcover! E-Books sind ganz nett, aber ich halte lieber ein echtes Buch in der Hand. Du kannst das Buch super als Print-on-Demand anbieten.

    Ich freue mich sehr auf dein fertiges Werk!

    LG, Melanie

    Antworten

    • Hey Melanie,
      danke für dein Feedback. Schön das du persönliche Beispiele und Erfahrungen bevorzugst – gefühlt ist das nämlich genau der richtige Weg für mich. Mit Print-on-Demand hab ich noch gar keine Erfahrungen. (Ich kenne auch niemanden, der das schon ausprobiert hat. Du vielleicht?) Es klingt aber sehr gut – ich guck mir das mal näher an.
      Liebe Grüße,
      Gudrun

      Antworten

      • Hallo Gudrun,

        in Sachen Print-on-Demand sprich doch am Besten mal Julia Faßhauer vom Farbcafé an! So weit ich weiß, hat sie ihre wunderschönen Kreativkalender auf diese Weise produzieren lassen.

        Diese Art der Produktion ist schlichtweg praktisch, da du nur dann druckst, wenn eine gewisse Nachfrage besteht.

        Viele Grüße!

        Antworten

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