Auftragsklärung: Das gehört in ein Design-Briefing - Achtung Designer
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Auftragsklärung: Das gehört in dein Design-Briefing + Vorlage

Illustration - Auftragsklärung: Das gehört in dein Design-Briefing + Vorlage / © Gudrun Wegener AchtungDesigner.de

Was musst du alles wissen, bevor du mit einem neuen Design-Auftrag starten kannst? Bei meinen ersten Projekten dachte ich, es reicht, wenn ich weiß was der Kunde für ein Design will ( -> einen Flyer), was drin sein soll ( -> Logo, Hausfarben und die Texte) und bis wann das Ganze fertig sein soll. Das hat so weit auch ganz gut funktioniert. Naja, aber auch nur ganz gut.

Denn sobald die Projekte komplexer wurden, musste ich schnell erkennen, dass so ein rudimentäres Design-Briefing nicht reicht. Unnötige Korrekturschleifen, ein ständiges Hin und Her mit dem Kunden und zum Schluss ein Design, dass so viel leichter geworden wäre, wenn ich gleich gewusst hätte, worum es eigentlich geht.

Zum Glück lernt man im Laufe der Jahre dazu. Heute weiß ich, dass der Kunde oft einfach nicht weiß, welche Informationen ich als Designer brauche, bevor ich mit der Arbeit anfangen kann. Und ich weiß auch, dass nicht jeder Kunde gut darin ist zu sagen, was er denn genau haben will. Es ist also ziemlich leicht, aneinander vorbei zu reden.

Mein Design-Briefing besteht aus 3 Teilen

Das ist auch der Grund, warum ich mir heute viel Zeit für das Design-Briefing nehme. Ich will genau verstehen, was der Kunde braucht und möchte. Vor allem bei Neukunden ist das wichtig. Zum einen lerne ich den Kunden und seine individuellen Anforderungen so schon vor den ersten Designentwürfen kennen. (Weiß der Kunde genau was er will und hat eine klare Vorstellung vom fertigen Design? Oder ist der Kunde noch sehr unsicher und muss umfangreicher beraten und betreut werden?) Zum anderen fühlt sich der Kunde von mir gut beraten und weiß, dass sein Projekt in professionellen Händen ist.

Ich habe einen Fragebogen, den ich immer als Grundlage für meine Design-Briefings verwende. Der ist in 3 Teile aufgeteilt:

  1. Grundsätzliche Infos – Wer ist der Auftraggeber und wer mein Ansprechpartner?
  2. Hintergrundinformationen über das Projekt – Wofür, wie und wozu soll das Design genutzt werden?
  3. Designdetails – Erst jetzt geht es um die eigentlichen Vorgaben für das Design

Im Vorgespräche kläre ich dann in die einzelnen Punkte nacheinander mit dem Kunden ab. Manchmal stelle ich auch nur einen Teil der Fragen, wenn das Projekt kein und der Kunde klar definiert ist. Im Zweifelsfall frage ich aber lieber zu viel, als zu wenig. Bei Bestandskunden, mit denen ich regelmäßig zusammenarbeite, brauche ich natürlich nur noch die Designdetails und die groben Hintergrundinfos.

Du möchtest auch so ein Design-Briefing für deine Aufträge? Dann kannst du dir hier meine Vorlage runterladen. Viel Spaß & Erfolg!

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Und so ist mein Design-Briefing aufgebaut:

Teil 1 – Die Kerninformationen zum Auftraggeber

Wie hieß der Kunde noch mal und welche Telefonnummer hatte er?
Um solchen Suchereien aus dem Weg zu gehen, notiere ich immer zuerst die Kontaktdaten zum Ansprechpartner und die Adresse vom Auftraggeber. Lass dir auch sagen, wer die Vertretung für deinen Ansprechpartner ist, falls der in den Urlaub geht.

Teil 2 – Das Hintergrund-Briefing für das ganze Projekt

Diesen Teil hab ich früher komplett ignoriert. Oder besser gesagt, mir war gar nicht klar, dass das für meine Designs wichtig ist. Dabei ist es viel leichter ein passendes Design zu entwerfen, wenn du weißt, was der Kunde genau macht, wer seine Mitbewerber sind und was er mit dem Design erreichen will. Zu meinen Fragen gehören zum Beispiel:

  • Welche Historie, Größe und Marktstellung hat das Unternehmen?
    Ist es ein Familienunternehmen mit einer 100-jährigen Tradition oder ein junges Start-up, das gerade erst an den Markt geht?
  • Wer sind die größten Mitbewerber?
    Es wäre ja unangenehm, wenn ein Designentwurf zum Beispiel eine ähnliche Idee oder Ästhetik hat, wie das aktuelle Design des stärksten Mitbewerbers.
  • Wer ist die Zielgruppe für das Design?
    Journalisten wollen anders angesprochen werden als der Vorstand vom örtlichen Schützenverein.
  • Gibt es Besonderheiten, die beachtet werden müssen?
    Je nach Bereich kann es gesetzliche Vorgaben oder interne Besonderheiten geben. So kann zum Beispiel der finale Entscheider in den USA sitzen, weshalb alle Abstimmungen deutlich länger dauern als gewohnt.

Teil 3 – Endlich die Designdetails

Auch für das Design an sich gibt es eine Menge Stolpersteine, die du vorher im Design-Briefing aus dem Weg räumen kannst. Außerdem hilft es dem Kunden sich über seine Vorstellungen klarer zu werden, wenn du ihn gezielt um Auskunft bittest. Ich frage beispielsweise gerne …

  • … nach dem gewünschten Format.
    Denn es ist ziemlich ärgerlich, wenn die ganze Zeit vom Querformat die Rede war und zum Schluss stellt sich heraus, dass die Grafik aber genau 18,5 cm breit sein soll.
  • … danach, welche Eigenschaften das fertige Design haben soll.
    „Verspielt“ sieht anders aus, als „hochwertig“ oder „minimalistisch“.
  • … und immer frage ich nach, wie das Design denn auf keinen Fall aussehen soll und bitte den Kunden um Beispiele.
    Negativbeispiele haben mir schon oft sehr viel mehr über den Kunden und seine Vorstellungen verraten, als die positiven „So-was-in-der-Art-möchten-wir-Grafiken“.

Alle 3 Teile zusammen geben dir ein gutes und komplexes Bild davon, was der Kunde von dir und deinem Design erwartet.

Illustration - Vorlage für dein Design-Briefing / © Gudrun wegener von AchtungDesigner.de

Mein Design-Briefing als Vorlage für dich

Du möchtest auch so ein Design-Briefing haben? Dann hab ich hier was für dich. Ich hab mein komplettes Briefing als beschreibbares PDF für dich als Geschenk vorbereitet.

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So bist du optimal auf dein nächstes Kundengespräch vorbereitet und weißt genau, was du deine Auftraggeber fragen musst. Ich wünsche dir viel Spaß mit meiner Vorlage für dein Design-Briefing und viel Erfolg für deinen nächsten Auftrag!

Autor:

Hi, ich bin Gudrun und freiberufliche Designerin. Im "bilderbuero" bin ich im Einsatz mit Stift, Maus und Herzblut für tolle Infografiken, Sketchnotes & visuelles Storytelling. Darüber wie man sich ein Design-Business aufbaut, dass einen kreativ, zufrieden und erfolgreich macht, schreibe ich hier auf "Achtung Designer".

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