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Dein Marketing braucht… DICH!

Dein kreatives Marketing braucht … DICH / © Gudrun Wegener AchtungDesigner.de

„Mit diesem unbekannten Trick verdienen Sie 10.000 Euro pro Monat.“ oder „Du brauchst mindestens 1 Post jeden Tag, damit du neue Kunden für dein Business gewinnst.“ – ganz ehrlich: ich kann es nicht mehr hören. Ich will es auch nicht mehr hören. All diese Anleitungen, Versprechungen und Tipps führen nicht dazu, dass ich mich besser mit meinen Marketing-Entscheidungen fühle und weiß, was ich machen muss. Das Einzige, was sie in mir zurücklassen, ist das Gefühl, vollgestopft und überfordert zu sein. Geht dir das auch so?

Klar, du willst das Beste für dich und deine Selbstständigkeit rausholen. Du möchtest tolle Designprojekte umsetzen, kreativ sein und mit Auftraggebern zusammenarbeiten, die gut zu dir und deinem Schwerpunkt passen. Und du willst für deine Designs gut bezahlt werden. Ohne Marketing und Akquise wird das nichts, denn wie sollen dich deine Auftraggeber sonst finden?

Dein kreatives #Marketing braucht mehr als Standardlösungen – es braucht dich. #designer… Klick um zu Tweeten

Website, Blog, Facebook, Twitter, Instagram, Pinterest, … – muss das alles wirklich sein?

Doch schon bei der Auswahl der passenden Kanäle für dein Marketing und deine Akquise gehen die Meinungen weit auseinander. Die einen sagen, du musst einen Blog haben, die anderen setzen ganz auf Social Media und wieder andere haben lauter gute Argumente für einen Mix aus allem.

  • Tja, wem sollst du da glauben?
  • Was sollst du machen?
  • Und wer kann dir sagen, ob sich die ganze Arbeit dann auch lohnt?
  • Oder fährst du mit klassischen Bewerbungen bei passenden Agenturen nicht viel besser?

Das sind übrigens Fragen, die man sich nicht nur am Anfang der eigenen Selbstständigkeit stellt. Ich arbeite schon viele Jahre als freie Designerin und ertappe mich trotzdem regelmäßig beim Zweifeln und Hadern.
Vor allem dann, wenn sich mal wieder die Arbeit stapelt und ich zwischen allen Projekten und Ideen hin- und hergerissen bin. Immer dann, wenn ich meinen Fokus im Trubel aus den Augen verloren habe. Alles hört sich dann gut und sinnvoll an und ich hab ständig das Gefühl, dass ich, wenn ich das jetzt nicht mache, eine großartige Chance verpasse …

Dabei ist das kompletter Bullshit.

Comic für Designer / Dein Marketing braucht dich © Gudrun Wegener / Achtung Designer

Was richtig für dich ist, bestimmst du selbst

Immer dann, wenn du selbst unsicher bist, wie es weitergehen soll und wo dein Fokus liegt, erscheinen dir die vielen Tipps aus Blogs, Büchern und sozialen Medien besonders reizvoll. Wenn die alles es geschafft haben mit diesem oder jenen Tipps erfolgreich zu sein, dann muss das bei dir doch auch helfen? Oder?

Nö. Muss es nicht. Und zwar aus mehreren Gründen.

#1 – Du bist nicht die Anderen

Es ist ja toll, dass die Anderen eine Weg gefunden haben, der „perfekt“ für sie funktioniert und ihnen jeden Monat Unsummen in die Kassen spült. Aber für dich heißt das gar nichts. Du hast deine ganz individuelle Persönlichkeit, deinen eigenen Designschwerpunkt und deinen eigenen Stil – das gilt auch für dein Marketing und deine Akquise. Wenn du dich mit Facebook und Co. nicht wohl fühlst, bringen dir auch „100 garantierte Social Media-Tipps“ nichts. Und was für Coaches und Trainer funktioniert, passt nicht zwangsläufig zu Kreativen. All die vielen Tipps sind ja keine Blaupause, die man wie eine Schablone einfach auf dein Design-Business legen kann und dann passt das schon. Ein gutes und kreatives Marketing braucht mehr.

#2 – Du musst nicht alles machen, sondern das, was dich deinem Ziel näher bringt

Ist dir schon mal aufgefallen, das die meisten Versprechen und Angebote gar nicht bei dir und deinen Zielen anfangen? Vielleicht willst du gar nicht lauter, schneller und weiter sein, als alle anderen? Vielleicht möchtest du viel lieber fokussierter, kleiner und individueller sein? Gerade wenn du mit deinen Designs nicht die breite Masse erreichen möchtest, sondern eine kleine und sehr spezielle Zielgruppe ansprechen willst, sind es nicht die Standardwege, die dich deinem Ziel näher bringen. Deine Designs sind besonders und individuell, warum dann nicht auch dein Marketing?

#3 – Hab den Mut „Nein“ zu sagen – ohne schlechtes Gewissen

Statt zu gucken, wer, wo, welche erfolgreichen Tipps verspricht, solltest du dich besser fragen, ob dieser spezielle Tipp überhaupt zu deinem Ziel und deiner Persönlichkeit passt. Fühlt sich der vorgestellte Weg gut und richtig an? Kannst du dir vorstellen diesen Weg auch über einen längeren Zeitraum zu verfolgen?

Zitat:"Statt zu gucken, wer, wo, welche erfolgreichen Tipps verspricht, solltest du dich besser fragen, ob dieser spezielle Tipp überhaupt zu deinem Ziel und deiner Persönlichkeit passt." © Gudrun Wegener / Achtung Designer.de

Und wenn nicht, dann verschwende keinen Gedanken mehr an diesen Vorschlag. Nutze den frei gewordenen Raum lieber für Ideen, die sehr viel besser zu dir passen. Wenn du nicht gerne schreibst, ist ein Blog als Marketingwerkzeug nicht passend für dich. Egal, wie viele Argumente dafür sprechen. Vielleicht liegen dir Videos viel mehr und du hast Spaß daran, so auf dich und deine Designs aufmerksam zu machen. Dann los, hol die Kamera raus und verschwende keinen Gedanken mehr an die Blogtexte! Es hat etwas sehr schönes und befreiendes, wenn man sich von Unnötigem ohne schlechtes Gewissen trennt.

Deine Positionierung gibt die Richtung für dein Marketing vor

Selbst wenn du die Tipps ausschließt, die nicht zu dir passen, dich deinen Zielen nicht näher bringen oder die du einfach nicht magst, bleiben noch immer viele Möglichkeiten offen. Wie sollst du da die passenden Marketing- und Akquisewege für deine Designs finden?

Ganz einfach, indem du dich auf deine Positionierung konzentrierst und alles andere darauf aufbaust.

  • Was genau ist dein Designschwerpunkt?
    Arbeitest du lieber im Print oder Online? Machst du Corporate Designs, Animationen oder das User Interface für Apps und Softwareprodukte? Für jede Spezialisierung gibt es auch einen anderen Weg, um die Designs optimal zu präsentieren.
  • Wer ist dein Zielkunde?
    Wie und über welche Kanäle du deine Kunden am besten erreichen kannst, hängt sehr davon ab, wer überhaupt dein Kunde ist. Eher konservative Großkunden aus dem Finanzsektor brauchen eine andere Ansprache als beispielsweise Verlage oder Start-ups im Foodbereich.
  • Wo hält sich dein Zielkunde auf?
    Recherchiere mal, wo deine Zielkunden selbst Marketing machen. Wenn du neue Aufträge generieren willst und dabei vor allem auf Instagram und Facebook setzt, dein Kunde aber nur über Twitter kommuniziert, bringen dir deine Bemühungen herzlich wenig.

Mit diesen Überlegungen im Hinterkopf ist sehr viel leichter, die für dich passenden Marketingtipps zu finden. Du muss auf keine Fall alles machen. Du musst auch nicht alles gut finden. Es ist völlig okay, wenn du dich bewusst gegen bestimmte Tipps entscheidest, auch wenn alle anderen damit vermeidlich so erfolgreich geworden sind. Deine Designs sind nicht von der Stange, warum sollte es dann dein Marketing sein?

Wie wichtig eine starke und klare Positionierung für deine Selbstständigkeit ist, arbeite ich auch in meinem Onlinekurs „Dein bestes Business“ immer wieder mit den Designern heraus. Wenn du weißt, auf welche Designs du dich genau spezialisierest und wie du die passenden Kunden dafür findest, ist es viel einfacher auch dein Marketing darauf abzustimmen. Du brauchst diese starke und solide Basis, damit du einen roten Faden hast, der sich durch alle Bereiche deiner Selbstständigkeit zieht.

Deine #Designs sind nicht von der Stange, warum sollte es dann dein #Marketing sein?… Klick um zu Tweeten

Fazit

Bei deinem Marketing geht es ja nicht darum, nur irgendwelche Designjobs zu bekommen. Dafür hast du dich nicht selbstständig gemacht. Sondern es geht darum, dass du die Designprojekte bekommst, bei denen du mit Herzblut dabei bist und die dich wirklich zufrieden und kreativ machen. Das ist es, was an deiner Selbstständigkeit so großartig ist. Darum lohnt es sich, wenn du deine eigenen Wege gehst und auch beim Marketing immer darauf achtest, dass es individuell und persönlich ist – so wie deine Designs.

Autor:

Hi, ich bin Gudrun und freiberufliche Designerin. Im "bilderbuero" bin ich im Einsatz mit Stift, Maus und Herzblut für tolle Infografiken, Sketchnotes & visuelles Storytelling. Darüber wie man sich ein Design-Business aufbaut, dass einen kreativ, zufrieden und erfolgreich macht, schreibe ich hier auf "Achtung Designer".

2 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Danke für diesen Artikel. Das macht Mut! Ich bin zwar nicht selbstständig, kenne aber dieses Gefühl vor lauter Ideen immer zu langsam zu sein. Und vielleicht traue ich mich damit mehr einfach ich selbst zu sein ohne Angst zu haben nicht gut genug zu sein.
    Mit meinem privaten Blog und in der Marketing Unterstützung für meinen selbstständigen Mann.
    Freue mich auf weitere Anregungen 🙂

    Antworten

    • Hallo Sandra,
      ich kann dir nur Mut machen noch viel öfter zu deinem Bauchgefühl und deine Zielen zu stehen. Alles andere macht dich nur verrückt und hilft dir auch nicht weiter. Mit deinem Marketing (oder auch ganz allgemein mit deinen Entscheidungen) kannst du dich nur dann wohlfühlen, wenn sie zu dir und dein Bedürfnissen passen. Alles andere kann weg, finde ich. 🙂
      Liebe Grüße,
      Gudrun

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