Effektiv statt Planlos - So kommst du schneller ans Ziel - Achtung Designer
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Effektiv statt Planlos – So kommst du schneller ans Ziel

Effektiv statt planlos - Zeitmanagement

Irgendwie ist es immer das Gleiche – Kurz vor dem Jahreswechsel überschneiden sich alle Aufträge. Alle Kunden haben Projekte, die unbedingt noch in diesem Jahr umgesetzt werden müssen. Und dann stapelt sich bei dir die Arbeit.

Grundsätzlich ist das ja toll.
Hey, wer wird sich denn über zu viele Aufträge beschweren…

Aber nach der zweiten Woche in Folge, in der du jede Nacht noch vorm Rechner gehockt hast und Augenringen, die genauso dunkel sind, wie deine Stimmung, wird es Zeit etwas anders zu machen. Niemand, wirklich Niemand, hält so eine Kraftanstrengung über einen langen Zeitraum durch ohne gesundheitlich, mental oder familiär Schaden zu nehmen.

Und ich weiß genau was ich da sage, weil ich auch zu den Designern gehöre, die dann doch wieder die ganze Nacht gearbeitet haben. Und das, obwohl ich gar kein Nachtmensch bin… :/

Darum möchte ich dir heute zwei Tipps verraten, damit du nicht wieder in einem planlosen Berg von Arbeit untergehst, sondern effektiv deine Jobs erledigen kannst. Auch wenn es mal wieder ganz Dicke kommt!

Effektiv durch den Arbeitsalltag – Oder wie du mit minimalem Aufwand ganz viel erreichst

Bei dem Wort „Effektivität“ muss ich immer an stressige Optimierung nach Plan denken. „Noch schneller, noch besser, noch komplexer, noch mehr auf einmal, wenn man diese oder jene App / Software / Technik usw. nutzt!“

Ausprobiert hab ich schon ziemlich viele dieser empfohlenen Techniken. Funktioniert haben sie für mich bis jetzt nur kurz. Dann wurde aus der effektiven Smartphone-App, doch wieder der gute alte Notizblock.

Damit ich gerade in Hochzeiten meine Kraft trotzdem koordiniert und effektiv für meine Ziele nutze, hat sich für mich ein anderer Weg als praktisch herausgestellt.

Nimm dir nur so viel vor, wie du auch schaffen kannst

Es ist doch immer das Gleiche: Du planst alle anliegenden Aufgaben, schreibst sie auf deine To-Do-Liste und stellst dann am Ende des Arbeitstages fest, dass du wieder nur einen Teil der Aufgaben geschafft hast. Für die anderen fehlte die Zeit oder es kam mal wieder etwas dazwischen. Wie so oft. Denn wirklich zum aktiven Abarbeiten kommt man nur selten. Das Telefon klingelt, die Deadline drückt oder eine wichtige Mail hat sich dazwischen gequetscht – du reagierst nur noch und agierst nicht mehr.

Für ein paar Tage ist das okay, aber irgendwann schleicht sich ein ungutes Gefühl ein: Egal was auf deiner To-Do-Liste steht – du wirst es nicht schaffen. Und dann gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder du hörst auf Listen zu machen bzw. versuchst die x-te andere To-Do-App und verlierst irgendwann den Überblick oder du arrangierst dich mit dem „Das-wird-doch-wieder-nichts-Gefühl“ und wirst unzufrieden. Beide Wege machen dich langsam und blockieren so deinen Erfolg.

Nur 3 feste Aufgaben pro Tag

Such dir aus der langen To-Do Liste die drei Aufgaben raus, die heute dringend und wichtig sind. Oft sind das Abgabetermine oder Projektschritte, es kann aber auch die Anmeldung für den Sportkurs sein, den du schon seit 2 Monaten anfangen wolltest. Egal was es ist, schreibe diese drei Aufgaben auf deinen Notizzettel und leg ihn dir so hin, dass du ihn die ganze Zeit sehen kannst. Und dann erledige diese drei Sachen und streichst sie auf deinem Zettel durch. (Es geht einfach nichts über das klassische Durchstreichen auf einem Papierzettel, finde ich.) Den restlichen Tag hast du für all die anderen Dinge.

Morgen kommen die nächsten drei Sachen dran. So kommst du langsam, aber sehr konsequent voran. Und das ist sehr viel effektiver, als jede überfüllte und übermotivierte Online-To-Do-Liste, die du dann doch nicht so umsetzt. Und wenn du dann doch mehr schaffst, bleibt das gute Gefühl heute wirklich viel erreicht zu haben. Juhu!

5 Dinge pro Woche um deine Selbstständigkeit aktiv voranzubringen

Für deine Selbstständigkeit gilt das Gleiche. Die tollsten und am besten durchgeplanten Pläne bringen nichts, wenn du nicht konsequent an ihrer Umsetzung arbeitest. Irgendwann ist der Berg mit Aufgaben so groß, dass du gar nicht mehr so einfach damit anfangen kannst oder willst. Selbst wenn du gerade superviele Jobs hast, so darfst du doch nie die Arbeite an deinem eigenen Business vernachlässigen. Das rächt sich nämlich spätestens dann, wenn du deine ganzen Jobs abgearbeitet hast und dann nichts Neues nachkommt.

Mach es ab jetzt anders. Erledige jede Woche fünf Dinge, die dich und deine Selbstständigkeit aktiv voranbringen. Das können ganz verschiedene Dinge sein, wie das Veröffentlichen eines neuen Artikels, eine Kontaktaufnahme über facebook, die Anmeldung zu einer Weiterbildung oder die Bestellung neuer Visitenkarten.

Es geht nicht darum möglichst große Dinge zu erreichen, sondern darum konsequent, effektiv und aktiv an deinem Designbusiness zu arbeiten. Mach eine Routine daraus und notiere dir die fünf Dinge der jeweiligen Woche. Freue dich daran, wie deine Selbstständigkeit wächst und sich weiterentwickelt.

Fazit

Keine Aufträge zu haben ist ätzend. Zu viele Aufträge gleichzeitig zu haben, macht die Sache aber auch nicht leichter. Und gerade wenn der Berg an Arbeit ins Unendliche wächst, ist es quasi überlebenswichtig für dein Design-Business, dass du den Überblick behältst und konsequent am Ball bleibst. Ich hoffe, dass dir meine Herangehensweise mit „3 pro Tag“ und „5 pro Woche“ dabei helfen.

Aber wie behältst du denn den Überblick, wenn sich die Arbeit bei dir stapelt? Hast du noch einen anderen Tipp? Ich bin gespannt und freue mich, wenn du deine Tipps mit uns in den Kommentaren teilst.

Autor:

Hi, ich bin Gudrun und freiberufliche Designerin. Im „bilderbuero“ bin ich im Einsatz mit Stift, Maus und Herzblut für tolle Infografiken, Sketchnotes & visuelles Storytelling. Darüber wie man sich ein Design-Business aufbaut, dass einen kreativ, zufrieden und erfolgreich macht, schreibe ich hier auf „Achtung Designer“.

7 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Hey Gudrun!

    Das vorgehen kannte ich schon, aber irgendwie, habe ich es im Laufe der Zeit wieder vergessen und bin dir umso dankbarer, dass du mich mit diesem Beitrag daran erinnerst!

    DANKE 🙂

    Liebe Grüße Jacky

    Antworten

  2. Liebe Gudrun,
    klasse Artikel! Wir überschätzen ja immer enorm, was wir an einem Tag wirklich schaffen können. Dafür unterschätzen wir aber auch, was wir mit kleinen, beständigen Schritten über einen längeren Zeitraum erledigen können. „5 Dinge pro Woche um deine Selbstständigkeit aktiv voranzubringen“ – Super Tipp! Am eigenen Business zu arbeiten, das schieben wir doch immer ganz nach hinten … Danke für den tollen Text!
    Liebe Grüße,
    Martina

    Antworten

    • Dankeschön Martina,
      es fällt mir nicht immer leicht, aber ich versuche die 3/Tag und 5/Woche konsequent durchzuziehen. Und meistens klappt das auch ganz gut. 🙂
      So wie du schon gesagt hast: mit kleinen Schritten kommt man unterm Strich viel schneller ans Ziel, als man am Anfang gedacht hat.
      Liebe Grüße, Gudrun

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  5. Genau so mache ich es auch, mit den 3 Dingen auf der to-do-Liste 🙂
    Ich habe 3 Stück: Eine „Winter-to-do-Liste“ (ich bin Fotografin, und im Winter wird nicht unbedingt geheiratet, deswegen habe ich da weniger zu tun), da stehen Sachen drauf, die ich irgendwann mal erledigen möchte. Dann eine To-Do-Liste für den ganzen Monat, da stehen dann die etwas wichtigeren Dinge drauf, und dann die Tages-To-Do-Liste, die mit den 3 Aufgaben befüllt wird.
    Das klappt ganz gut! Aber ich erwische mich oft dabei, wie aus 3 Dingen dann auch mal 4 oder 5 werden, wenn es brennt :/

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