Fallbeispiel: Warum sich Social Media für Designer lohnt - Achtung Designer
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Fallbeispiel: Warum sich Social Media für Designer lohnt

Social media für Designer lohnt sich

Erst einmal „Hallo“ zurück auf Achtung Designer. Schön das du wieder mitliest. Ich hoffe du konntest deine Sommerpause genau so sehr genießen, wie ich es getan habe. Und das Gute am Urlaub ist ja, dass man endlich mal raus kommt und Zeit hat sich über ein paar Dinge klar zu werden. In meinem Fall bedeutet das, dass ich dich zukünftig noch mehr an meinem Designalltag, meinen aktuellen Erfahrungen und Erkenntnissen teilhaben lassen möchte. Und damit geht es auch gleich los.

Social Media für Designer – lohnt sich die Mühe?

Das Social Media ein toller und sehr effektiver Weg ist, um mit potentiellen Kunden und anderen Designern in Kontakt zu kommen, ist inzwischen allen klar. Trotzdem ist das Thema nicht unumstritten. Denn um wirklich von Facebook, Twitter, Instagram und Co. zu profitieren, musst du viel Zeit investieren. Die Empfehlungen, wie oft man Inhalte posten sollte, reichen dabei von mehrmals die Woche bis hin zu mehrmals am Tag. Das als Einzelunternehmer regelmäßig zu schaffen und das sind die meisten von uns nun mal, ist eher unrealistisch. Trotzdem lohnt es sich für Designer in Social Media Zeit und Arbeit zu stecken.

Mein Fallbeispiel – Ein Blick hinter die Kulissen von Achtung Designer

Ich möchte dir zeigen, wie ich das Thema Social Media für Designer angehen und welche Erfolge ich dadurch erzielen konnte. Also kommt mit und guck hinter die Kulissen von Achtung Designer.

Meine Social Media-Kanäle für Achtung Designer sind

  1. vor allem Facebook,
  2. gefolgt von Instagram
  3. und ein wenig Twitter.

Das Facebook meine Hauptaufmerksamkeit gehört, liegt vor allem daran, dass ich von dort aus die meisten Zugriffe auf meinen Blog bekomme. Die gleiche Verteilung gilt übrigens auch für mein bilderbuero (falls du noch nicht so lange mitliest: ich arbeite als Infografikerin & Illustratorin). Von wo aus die Besucher auf deine Website kommen, kannst du z.B. über Google Analytics einsehen.

Was passiert nachdem ein neuer Artikel geschrieben ist?

Wenn ein neuer Artikel auf dem Blog veröffentlicht ist, teile ich ihn zuerst mit meinen Newsletter-Lesern und dann über Social Media. Dabei schreibe ich immer noch 1-2 Sätze zum Artikel, um das Thema einzuleiten und die Leser neugierig zu machen. Dieser Artikel „Nur noch eine kleine Änderung…“ – 8 Tipps, wie du unnötige Korrekturschleifen vermeidest stammt aus dem Mai und ist bei Facebook so online gegangen:

Social media für designer– Beispiel Achtung Designer auf Facebook

Screenshot vom Artikel über Korrekturschleifen, den ich so auf Facebook gepostet habe.

In den meisten Fällen kommen dann im Laufe der nächsten Stunden ein paar Likes, Fragen und Antworten über Facebook sowie Kommentare direkt auf dem Blog hinzu. In diesem Fall war es aber anders: Meine Facebook-Benachrichtigungen kamen aus dem Piepsen gar nicht mehr heraus und ich konnte quasi zuschauen wie die Zugriffe auf den Artikel und die Fanpage in die Höhe schossen.

Auszug Google Analytics von Achtung Designer – Social Media für Designer

Durch das Teilen auf Facebook hatte der Blog mehr als 7x so viele Zugriffe wie sonst.

Der Ausschnitt aus Google Analytics zeigt sehr schön, wie sich die Zugriffszahlen auf dem Blog durch das Posting auf Facebook verändert haben. Normalerweise hatte der Blog im Mai so durchschnittlich 200 Seitenaufrufe pro Tag. Mal ein bisschen mehr, mal ein bisschen weniger. Aber am 24. Mai waren es über 1.400!!! Für mich ein riesiger Erfolg!

Und dieser Erfolg zeigte sich nicht nur auf dem Blog direkt, sondern auch auf der Facebook-Fanpage von Achtung Designer.

Reichweite auf facebook für Achtung Designer – Social Media für Designer

Auch in der Reichweite für die Facebook-Fanpage kann man den sprunghaften Anstieg sehen.

Das so viele neue Leser auf die Facebook-Fanpage kommen hatte außerdem den Vorteil, dass Viele bei der Gelegenheit durch die Timeline schnöckerten und schauten, welche Inhalte sonst noch gepostet und geteilt wurden. Hier profitierst du, wenn du regelmäßig hochwertige Inhalte veröffentlichst und so die neuen Besucher von dir und deiner Arbeit überzeugen kannst. In meinem Fall bedeutet das 49 neue Fans an nur einem Tag. YEAH!

Anstieg der Achtung Designer-Fans auf Facebook / Social Media für Designer

Von 478 Likes am 23. Mai zu 527 Likes am 24.Mai –
Innerhalb von nur einem Tag bekam die Seite 49 neue „Gefällt mir“-Angaben.

Wieso lief dieser Artikel so viel besser?

Wie oben schon beschrieben, teile und verbreite ich meine Artikel immer auf die gleich Art und Weise. Da stellt sich natürlich die Frage, was bei diesem Artikel anders gelaufen ist. Wieso ist er so durch die Decke gegangen? Die Antwort ist so einfach, wie unbeeinflussbar: er wurde von den richtigen Seiten geteilt. In meinem Fall hatte ich das Glück, dass der Artikel von BGD dem Berufsverband der Kommunikationsdesigner geteilt wurde.

Erfolg durch den Repost vom BGD - Social Media für Designer

Teile dein Wissen großzügig und hilf Anderen weiter, dann werden deine Artikel auch gerne geteilt und weiterempfohlen. – Wie in diesem Fall durch den BGD. So konnte der Artikel so viele neue Leser erreichen.

Vielleicht denkst du dir jetzt gerade „Okay, aber dann war der Erfolg dieses Artikel doch Zufall.“ und bis zu einem bestimmten Punkt stimmt das auch, denn ich hatte ja keinen Einfluss darauf, wer meinen Artikel teilt. Einen sehr großen Einfluss hatte ich aber auf die Qualität und den Mehrwert meiner Inhalte. Denn nur weil neue Leser auf meinen Blog und die Fanpage kommen, heißt das noch lange nicht, dass sie meine Arbeit auch gut finden. Zu Fans und Lesern sind die neuen Besucher nur geworden, weil ich sie von mir und meiner Arbeit überzeugt habe.

Und genau darin liegt aus meiner Sicht der eigentliche Grund, warum sich Social Media für Designer lohnt. Du hast die Möglichkeit viele, neue und interessierte Menschen „zu treffen“ und sie auf deine Arbeiten neugierig zu machen. Die gleiche Reichweite mit Flyern, Kaltakquiseanrufen oder Werbeprospekten zu erreichen dürfte schwer sein. Doch Social Media alleine bringt dir noch nicht viel. Es ist nur ein Werkzeug um Leute für deine Website und deinen Designs zu begeistern, damit sie dann zu neuen Kunden, Fans oder regelmäßigen Besuchern werden.

6 Tipps für deine Social Media-Arbeit

Ja, Social Media kostet viel Zeit. Davon das es sich aber lohnt, konnte ich dich hoffentlich mit meinem Fallbeispiel überzeugen. Bevor du dich jetzt aber Hals über Kopf auf Facebook und Co. stürzt, hab ich noch ein paar Tipps für dich, damit du einfacher und schneller von deiner Social Media-Arbeit profitierst:

  1. Du kannst nicht auf allen Social Media-Kanälen regelmäßige und gute Inhalte veröffentlichen. Also such dir lieber 1-2 Plattformen aus und pflege diese wirklich aufmerksam.
  2. Frag dich wo du deine potentiellen Kunden findest, wenn du dich für ein soziales Netzwerk entscheidest. Klar musst du die Plattform mögen, aber wenn deine Auftraggeber dort nicht sind, dann bringt dich deine Mühe leider nicht weiter.
  3. Trenne Berufliches von Privatem. Wo privat anfängt und beruflich aufhört ist gerade bei uns Kreativen nicht immer leicht zu sagen. Aber denk immer daran, dass deine Profile von potentiellen Auftraggebern angeguckt werden und entscheide dann, ob du wirklich willst, dass sie deine persönlichen Fotos, Erinnerungen usw. kennen.
    Sascha Lobo hat das mal in einem Interview sehr schön auf den Punkt gebracht: Stell dir vor das Bild, dass du gerade veröffentlichen willst, ist morgen auf ein Magazin gedruckt und kann von Jedem überall gesehen werden. Würde dich das stören? Ja – dann poste es nicht. Nein – dann nur zu, stell es online.
  4. Denk an dein Branding, wenn du deine Inhalte, Grafiken und Bilder veröffentlichst. Durch die gleiche Ästhetik, dein Logo, eine bestimmte Stimmung oder ein wiederkehrendes Element erzeugst du ein einheitliches Erscheinungsbild und man erkennt deine Sachen schnell wieder.
  5. Was willst du mit deinen Postings erreichen? Willst du ein neues Design vorstellen, hast du eine neue Dienstleitung im Portfolio oder willst eine andere Zielgruppe ansprechen? Wenn du deine Postings mit einer Strategie oder auf ein bestimmtest Ziel hin veröffentlichst, dann bist du zielstrebiger und erfolgreicher.
  6. Und der wichtigste Tipp: Qualität vor Quantität! Es ist immer besser gute und relevante Sachen zu posten, die einen Mehrwert haben, anstatt nur schnell Irgendwas zu veröffentlichen, dass dann Niemanden interessiert. Egal wie oft man laut Empfehlungen von Experten Inhalte posten sollte.

Autor:

Hi, ich bin Gudrun und freiberufliche Designerin. Im "bilderbuero" bin ich im Einsatz mit Stift, Maus und Herzblut für tolle Infografiken, Sketchnotes & visuelles Storytelling. Darüber wie man sich ein Design-Business aufbaut, dass einen kreativ, zufrieden und erfolgreich macht, schreibe ich hier auf "Achtung Designer".

2 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Hi Gudrun, ich bin über den von dir oben beschriebenen Artikel über deinen Blog gestolpert, war zuerst fasziniert von den wunderschönen Illustrationen und pflichte dir in allem geschriebenen vollkommen bei! Zu Punkt 1 deiner Liste würde ich noch hinzufügen, dass man am besten erst dann eine neue Social-Media-Plattform ins Boot holt, wenn man sich auf der bestehenden absolut „zuHause“ fühlt. Dein Artikel ist toll, ich folge dir ab heute und hab den Beitrag direkt einmal geteilt. Großes Lob!

    Antworten

    • Hallo Nadine,
      wow, danke für dein Lob!Es freut mich immer wieder, wenn die Leser spüren wie wichtig mir die Themen sind, über die ich auf Achtung Designer schreibe.
      Liebe Grüße,
      Gudrun

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