Flipboard für das Selbstmarketing nutzen - Achtung Designer
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Flipboard für das Selbstmarketing ­ – mehr als ein Social News Magazin

Flipboard Selbstmarketing - Screenshot Flipboard.de

Ein Blog, eine Facebook­Fanpage und ein Twitter­Account sind gängig, um die eigenen (Design­)Arbeiten zu zeigen und potenzielle Neukunden anzusprechen. Man kann aber auch ein Social News­Magazin wie Flipboard für das Selbstmarketing einsetzen.

Was ist Flipboard?

Der Name enthält den ersten Hinweis: to flip bedeutet Umblättern. Flipboard sammelt Inhalte aus den Sozialen Netzwerken und von Partner-Websites und bietet sie in Magazinform zum Blättern an. Man kann Flipboard im Browser nutzen und es gibt Apps für mobile Devices. Je nach Endgerät ist das Blättern mit verschiedenen Wisch­bewegungen zu bewerkstelligen.

Flipboard: Sketchnote © Andrea Brücken

Flipboard-Sketchnote © Andrea Brücken

Unter den englischsprachigen Partnern finden sich Namen wie The Guardian, Business Insider, Cosmopolitan, Associated Press, The Telegraph, People Magazin, Washington Post und viele mehr. Aber auch die deutschen Partner sind namhaft: Der Spiegel, Geo, Zeit Online, sueddeutsche.de, Vice, wired.de, krautreporter.de und weitere.

Eigene Netzwerke verbinden

Über den Browser hat man inzwischen nicht mehr die Funktionalität wie früher, aber in den Apps für Android und iOS kann man verschiedene eigene Accounts von Twitter, Google Plus, Facebook, Flickr, Instagram, Tumblr, Youtube und auch den Google Reader verbinden. Letzterer existiert ja nicht mehr, wer ihn aber früher genutzt hat, kann externe Feed­Reader mit den noch vorhandenen Google Reader­Daten verbinden. Ganz bequem, um abonnierte Feeds zu bestimmten Themen in Magazinform zu lesen ­ zum Beispiel branchenrelevante News zu Sketchnotes, Design und Fotografie.

Über die verbundenen Accounts folgt man quasi den eigenen Streams, zum Beispiel kann man für Google Plus auswählen, ob man News aus allen Kreisen, den eigenen Posts oder einer von Flipboard getroffenen Vorauswahl lesen möchte. Gleiches gilt auch für Twitter, dort wählt man zwischen eigenen Tweets, Favoriten oder News aus der Timeline.

Magazinen folgen und Magazine erstellen

Flipboard macht es einem insofern “leicht”, interessante Themen zu finden, als dass es eine Art Content Guide anbietet. Im Bereich “Mehr entdecken” werden Magazine zu verschiedenen Kategorien empfohlen: von “Neu & Bemerkenswert” über “Von unseren Lesern” bis hin zu Themen aus Wirtschaft, Wissenschaft, Kunst, Sport, Reise, Mode, Lokales und und und.

Die Auswahl

Außerdem kann man Personen folgen beziehungsweise den kuratierten Sammlungen, die diese in Form von Magazinen erstellen. Beispiele sind mein eigenes Doodles & Sketchnotes Magazin, das Sketchnote Magazin von Mauro Toselli und das Creative Life Magazin von The New Yorker. Ein weiteres schönes Beispiel ist das Magazin Gestalten ist Denken , das immerhin fast 300 Follower und über 1000 Aufrufe hat.

Das Übertragen in eigene Magazine erfolgt übrigens über eine Schaltfläche, die in jeden einzelnen Beitrag integriert ist. Mit dem Plus­Zeichen öffnet sich ein Pop­Up Fenster, über das man einen Artikel in ein eigenes Magazin “flippt”.

Am Anfang braucht man etwas Geduld, um die Inhalte und Personen zu finden, die für einen selbst interessant sind. Das Schöne ist aber: man kann abends auf dem Sofa zehn Minuten über das Smartphone oder Tablet den Content durchgehen und ein paar Artikel oder Bilder in ein eigenes Magazin sortieren. Ein kleiner Task im Rahmen des Selbstmarketings, wie es auch in diesem Artikel empfohlen wird.

Selbstmarketing

Warum ist es sinnvoll, Flipboard im Rahmen des Selbstmarketings einzusetzen?

  • Du hast Zugriff auf viele verschiedene Quellen aus deinen eigenen Social Media Streams
  • Du kannst neue themenrelevante Quellen finden
  • Du kannst bequem kuratieren zu deinem Schwerpunktthema
  • Die Darstellung in Magazinform ist optisch gefällig und benutzerfreundlich
  • Du kannst eigene Arbeiten zeigen und deine Blogartikel promoten
  • Du kannst andere einladen, ein Magazin mit zu kuratieren
  • Du kannst andere einladen, deine kuratierten Inhalte zu kommentieren
  • Du kannst mehr Reichweite a) generell oder b) im Rahmen eines bestimmten Projektes erzielen
  • Du kannst aus Flipboard heraus wiederum in die Sozialen Netzwerke teilen
  • Der Zeitaufwand hält sich in Grenzen
  • Die Plattform ist sehr bekannt in Deutschland und anderen Ländern

Fazit

Flipboard ist sicher nicht als Marketing-­Tool erdacht worden, kann aber in Verbindung mit anderen Maßnahmen vor allem im Bereich Social Media als ein kleiner Baustein in einem Maßnahmen-­Mix eingesetzt werden. Gerade für Branchen, die mit visueller Ästhetik arbeiten, ist das Magazin­Layout sehr vorteilhaft. Außerdem ist der Aufwand relativ gering und die App lässt sich recht intuitiv bedienen.


Dieser Artikel erschien ursprünglich im Blog von Andrea Brücken.

Foto Andrea Brücken - digiheads.de/Foto: Sandra Schink/Postproduktion: Kirsten Wilmink

Andrea ist Sketchnoterin und Social Media Marketer. Das Erproben von Tools gehört neben dem täglichen Zeichnen zu ihren Lieblingsbeschäftigungen. Seit Jahren bloggt sie regelmäßig über Web 2.0­ Dinge auch auf www.hauteculture.eu

Autor:

Hi, ich bin Gudrun und freiberufliche Designerin. Im "bilderbuero" bin ich im Einsatz mit Stift, Maus und Herzblut für tolle Infografiken, Sketchnotes & visuelles Storytelling. Darüber wie man sich ein Design-Business aufbaut, dass einen kreativ, zufrieden und erfolgreich macht, schreibe ich hier auf "Achtung Designer".

1 Kommentar Schreibe einen Kommentar

  1. Hier noch einmal eine Info zum Thema Datenschutz und Social News Magazine, weil die Frage aufgekommen ist:
    Wie bei allen Social-Anwendungen, die man online nutzt, geht es darum verantwortungsvoll und aufmerksam mit seinen und anderen Daten umzugehen. Das wissen wir alle. Wer sich darüber hinaus ein bisschen intensiver mit dem Thema beschäftigen will, kann das unter anderem hier tun: http://power-datenschutz.de/flipboard-in-der-praxis/ . Beachtet man das, dann ist Flipboard ein sehr schönes und intuitives Tool, mit dem man gerne arbeitet.
    Viele Grüße, Gudrun

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