Der Jahresabschluss für dein Design-Business - Achtung Designer
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Zum Schluss wird aufgeräumt – Der Jahresabschluss für dein Design-Business | Teil 1

Jahresabschluss für dein Design-Business / © Gudrun Wegener AchtungDesigner.de

Wow, das ging schnell. 2016 ist bei mir nur so durchgerauscht und ich finde es verrückt, was alles in diesem Jahr passiert ist. Geht es dir auch so?

Das sollte aber nicht so sein. Zum einen ist es einfach schade, wenn die Jahre sang- und klanglos ineinander übergehen. Du hast so viel Zeit und Energie in deine Selbstständigkeit gesteckt, da hast du es dir verdient deine Arbeit noch mal Revue passieren zu lassen und dich an deinen Erfolgen zu freuen.

Zum anderen brauchst du einen richtigen Abschluss, damit du durchatmen kannst und den Kopf frei bekommst. Ansonsten ist die Kraft irgendwann raus und dir fehlt die Motivation und die Begeisterung für deine Arbeit.

Darum möchte ich dir in diesem zweiteiligen Artikel zeigen wie du deinen Jahresabschluss machen kannst und analog in deinem Büro (Teil 1) und auch digital (Teil 2) aufräumst. So, dass du entspannt und mit freiem Kopf das Jahr beenden kannst.

Endlich fertig sein: So kommt Ordnung im Büro

Gerade in den letzten Monaten überschlagen sich erfahrungsgemäß immer die Anfragen und Aufträge. Jeder will noch kurz vor Jahresende seine Projekte fertig gemacht bekommen und das am besten schon gestern. (Während des im Frühherbst immer seeehr ruhig ist…) Dieses Phänomen kannst du sicher auch. Dementsprechend sieht es dann auch immer Mitte Dezember bei mir und in vielen anderen  Büros aus.

Überall liegen Skizzen und Mitschriften von Besprechungen. Das E-Mail-Postfach quillt über. In den Regalen stapeln sich die Bücher kreuz und quer. Alles was im Weg war, wurde immer nur nach Außen auf den wachsenden Stapel geschoben…
Und im Kopf sieht es auch nicht viel besser aus. Überall sind lauter lose Enden von Ideen und Projekten, für deren Umsetzung dann doch keine Zeit war.

Kurz um: es ist dringend Zeit mal wirklich aufzuräumen.

Das dich dein räumliches und innerliches Chaos schlechter arbeiten lässt, ist dabei nicht nur ein subjektives Gefühl. Unnötig lange Suchzeiten, falsche oder fehlende Informationen, verpasst Verabredungen und das Gefühl mal wieder nichts geschafft zu haben, lassen sich nachweißlich auf diese Unordnung zurückführen.

Weniger ist mehr

Wenn ich vom Aufräumen zum Jahresabschluss spreche, dann meine ich nicht, dass hinterher alles von deinem Schreibtisch runter sein muss. Auch nicht, dass jedes Regal glänzen soll. Nach meiner Erfahrung tut ein bisschen kreatives Chaos dem Denken gut. Aber eben nur ein bisschen.

Wichtiger finde ich, dass alles raus kommt, was zuviel ist. Es tut mir gut mich von Dingen zu trennen, die ich nicht wirklich brauche. Alles was ich nicht benutze, aber trotzdem aufbewahre, nimmt mir Platz weg, liegt im Weg und verstopft meine Regale und Gedanken.

Aufräumen zum Jahresabschluss – analog in deinem Büro

Heute zeige ich dir wie du Ordnung in dein Büro bekommst. Nächste Woche kümmern wir uns dann um deine digitalen Inhalte.

Los geht`s!

  1. Bücher
    Wie starten mit deinen Bücherregalen. Denn egal ob du im Büro arbeitest oder lieber Zuhause im Home Office, irgendwo hast du deine Magazine, Fachbücher und Ordner stehen. Hol sie alle raus. Guck sie durch und entscheide dann welche du wirklich noch brauchst. Und sei dabei ehrlich zu dir. Was weg kann, kann weg. Niemand braucht mehr ein Buch über Photoshop 10. (Bücher die noch aktuell, aber für dich thematisch nicht mehr interessant sind, kannst du auch sehr gut verschenken oder verkaufen. Immerhin steht Weihnachten vor der Tür.)
  2. Zeitschriften
    Welche Zeitschriften und Fachmagazine hast du? Liest du sie wirklich noch oder stehen sie nur rum? Wenn du sie schon monatelang nicht mehr in der Hand hattest, können sie auch weg, oder?
    Lieblingsartikel oder andere Berichte, die du vielleicht doch noch mal brauchst, kannst du dir auch einscannen und sie so digital aufbewahren, ohne das die Zeitschrift weiter bei dir rumsteht.
    Tipp: Falls du ein Abo für ein Magazin hast, dann überlege bei der Gelegenheit auch gleich, ob du das weiterhin haben willst oder ob du es lieber kündigst.
  3. Papier
    Ja, wir Designer mögen schönes Papier. Und je nach der Technik, in der du arbeitest verwendest du anderes Papier. Aber brauchst du wirklich noch den A2-Block mit dem Skizzenpapier aus dem Studium?
    Es gibt viel bessere Verwendungen für das ungenutzte Papier, als bei dir im Büro einzustauben. Male darauf was mit deinen Kindern oder schneide es klein, damit du Skizzen darauf machen kannst. Egal was, nur lass es nicht weiter ungenutzt liegen.
  4. Stifte
    Ich gebe zu, mit Stiften ist es bei mir noch viel schlimmer, als mit Papier. Ich habe unfassbar viele Farbstifte, Marker, Bleistifte, Fineliner, …
    Auch wenn du dich von deinen Stiften nicht trennen willst, was ich nur zu gut verstehen kann, solltest du sie trotzdem einmal komplett durchsortieren. Denn wenn sie nicht funktionieren, brauchst du sie auch nicht. Also fülle leere Stifte nach oder entsorgt sie.
  5. Schere, Klebe, Tacker und Co.
    Gleiches gilt natürlich auch für alle anderen Büromaterialien. Kontrolliere doch auch gleich mit, ob du noch Klebestreifen hast, was der Toner macht und ob dein Tacker neue Klemmen braucht.
  6. Schubladen und Kartons
    Was du zumachen und verschließen kannst, ist ein schwarzes Loch für allerlei Kleinkram. Da kommt über das Jahr so einiges zusammen. Kipp alles aus und guck mal, was du davon wirklich noch behalten willst.
  7. Ladekabel und Adapter
    Hast du auch eine Box in der lauter alte Ladekabel, Adapter, Stecker und sowas liegt? Brauchst du das alles noch? Wenn die Hälfte schon veraltet ist oder du die passenden Geräte nicht mehr hast, dann kannst du dich getrost von ihnen trennen.
  8. Skizzen und Mitschriften von Aufträgen
    Früher hab ich für jeden Auftrag einen Ordner gehabt und da habe ich auch die Skizzen und Mitschriften drinnen gesammelt. Gebraucht hab ich sie (fast) nie wieder. Darum scanne ich heute alles ein, was zu einem Auftrag gehört, benenne es entsprechend und lege es digital ab. Die Zettel kommen dann weg.
  9. Briefe und Anfragen
    Bestimmt sind dir jetzt schon beim durchräumen die einen oder anderen Briefe in die Hände gefallen. (Zum Beispiel den Brief von der KSK mit der Bitte um die Einkommensschätzung für das nächste Jahr.) Beantworte was noch offen ist, archiviere was du behalten musst und schmeiß den Rest weg.
  10. Belege und Rechnungen
    Dein Steuerberater freut sich, wenn du ihm die Belege und Rechnungen für 2016 gesammelt übergibst. Am besten sammelst du sie gleich in einem Briefumschlag oder Karton, dann hast du schon mal alles beieinander.
  11. Alte Visitenkarte und Flyer
    Wenn dir jetzt deine alten Visitenkarten oder Flyer in die Hände gefallen sind, dann weg damit. Nur aktuelle Werbemittel, die auch tatsächlich an Auftraggeber weitergibst, gehören in dein Büro.
  12. Pflanzen
    Auch deine Büropflanzen freuen sich über ein bisschen Aufmerksamkeit zum Jahresende. Je nachdem wie gut dein grüner Daumen ausgeprägt ist, brauchen sie neue Erde, einen größeren Topf oder einfach nur ein bisschen Wasser und Dünger.

Du hast keine rechte Lust anzufangen? Los, gib dir einen Ruck! Es tut gut sich von unnötigen Ballast zu trennen und es schafft Raum für neue Ideen! Um deine digitalen Inhalte geht es hier in Teil 2. Viel Spaß bei deinem Jahresabschluss.

Autor:

Hi, ich bin Gudrun und freiberufliche Designerin. Im "bilderbuero" bin ich im Einsatz mit Stift, Maus und Herzblut für tolle Infografiken, Sketchnotes & visuelles Storytelling. Darüber wie man sich ein Design-Business aufbaut, dass einen kreativ, zufrieden und erfolgreich macht, schreibe ich hier auf "Achtung Designer".

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