Soziale Medien zur Kundengewinnung nutzen - Achtung Designer
Suche
  • Tipps und Anleitungen für Designer, Grafiker & Kreative
  • um sich ein smartes & erfolgreiches Design-Business aufzubauen
Suche Menü

Wie du die sozialen Medien nutzen kannst, um Kunden zu gewinnen

Wie du die sozialen Medien nutzen kannst, um Kunden zu gewinnen / AchtungDesigner.de

Kaum eine Berufsgruppe hat so gute Voraussetzungen Social Media gewinnbringend für sich zu nutzen, wie Kreativschaffende – schließlich basieren die meisten derzeit beliebtesten sozialen Netzwerken auf dem Prinzip des Teilens von Bildern und Videosequenzen. Auch Texte spielen eine wichtige Rolle. Alles Dinge, die zum Repertoire von Kreativen gehören. Viel zu oft bleibt das Potenzial jedoch ungenutzt. Sowohl das eigene, als auch das der sozialen Medien.

Entweder man sitzt dem Irrglauben auf, man hätte nicht die entsprechenden Inhalte, um sie in den sozialen Netzwerken zu teilen – zu schlecht, zu langweilig, zu irrelevant – oder aber man weiß den Content, der einem zur Verfügung steht, nicht richtig in Social Media einzusetzen. Man postet, mit Verlaub, ohne Sinn und Verstand.

Hand aufs Herz, handhabst du das manchmal vielleicht auch so? Keine Sorge, wir setzen der Ziellosigkeit heute ein Ende. Ich zeige dir, wie du die sozialen Medien ab sofort für dich und deine Arbeit, oder besser gesagt zur Kundengewinnung und dem Produktverkauf, nutzen kannst – warum sich Social Media für Kreative lohnt, hat Gudrun dir ja schon an einem Fallbeispiel erläutert.

Zeige deine Expertise

Dies kannst du in den sozialen Netzwerken auf ganz unterschiedliche Weise tun. Gudrun hat dir schon eine Möglichkeit aufgezeigt: Das Bloggen. In ihrem Artikel 15 Gründe, warum du als Designer bloggen musst schreibt sie: “Wenn du dein Fachwissen teilst, nehmen dich die Leser als Experten wahr. Und wer arbeitet nicht gerne mit einem Experten zusammen?”

Recht hat sie. Deshalb ist der Blog, eine sehr gute Möglichkeit seine Expertise zu zeigen. Als Fotograf kannst du über die richtige Belichtung schreiben oder Tipps geben, wie man mit dem Smartphone Bilder für die sozialen Netzwerke macht. Als Grafikdesigner kannst du… ach, schau dich um. Gudrun hat mit Achtung Designer ein optimales Beispiel geschaffen.

So kannst du #SocialMedia nutzen, um als #Designer Kunden zu gewinnen. @gudrunwegener @fraufreiund Klick um zu Tweeten

Allerdings braucht es nicht zwangsläufig eine eigene Plattform. Du kannst auch über den Weg der Gastartikel gehen. Recherchiere welche Blogs es in deinem Fachgebiet gibt. Suche dir die raus, die dir am besten gefallen, schreibe deren Inhaber an und frage sie, ob es möglich wäre einen Artikel zu schreiben. Idealerweise hast du dann schon ein paar Themen parat, die du vorschlagen kannst.

Oder aber du nutzt Facebook. Wusstest du, dass es dort die Möglichkeit gibt, Beiträge zu verfassen, die Blogbeiträgen ähneln? Schau dir mal die Funktion “Notiz schreiben” an. Dafür musst du eine Seite haben – mit deinem privaten Profil geht das nicht.

Sollte dir das Schreiben von Texten nicht so einfach von der Hand gehen, versuche es mit Videos. Erstelle Tutorials für YouTube. Als Grafikdesigner kannst du z. B. Schritt für Schritt erklären, wie du Fotos mit Hilfe von Photoshop fachmännisch bearbeitest oder wie du bei der Konzeption von Infografiken vorgehst.

Eine weitere Möglichkeit ist sich in Gruppen auf Facebook einzubringen. Höre zu und leiste Hilfestellung, wenn jemand eine Frage stellt, auf die du die Antwort weißt. Dein Engagement wird positiv auffallen. Und wer weiß, vielleicht erinnert man sich genau dann an dich, wenn jemand mit deiner Expertise für einen Auftrag gesucht wird.

Kaum eine Berufsgruppe hat so gute Voraussetzungen Social Media gewinnbringend für sich zu nutzen, wie Kreativschaffende – schließlich basieren die meisten derzeit beliebtesten sozialen Netzwerken auf dem Prinzip des Teilens von Bildern und Videosequenzen // AchtungDesigner.deZitat Sandra Stabenow

Zeige dein Portfolio

Wenn du wie die meisten denkst, bringst du ein Portfolio in erster Linie mit einer eigenen Website in Verbindung. Ja, es ist nie schlecht eine Homepage zu haben, auf der man seine Arbeit zeigt. Aber nicht jeder hat die Skills sich eine ansprechende Seite selbst zu schustern – und oftmals auch nicht das Geld diese Aufgabe auszulagern. Besonders am Anfang.

Dabei bieten sich auch soziale Medien an, um das eigene Portfolio ordentlich darzustellen. Allen voran Xing und LinkedIn. Entscheide dich für eine der beiden Plattformen. Mache deine Entscheidung davon abhängig, ob du auch internationale Kunden bedienst. Auf beiden Plattformen gleichermaßen aktiv zu sein, ist unrealistisch. Setze deine Ressourcen sinnvoll ein.

Nehmen wir an, du hast dich für Xing entschieden. Dort gibt es für dich die Möglichkeit, neben dem Aufführen deiner Fähigkeiten und bisherigen beruflichen Stationen, ein Portfolio anzulegen. Gerne hätte ich dir an dieser Stelle ein Beispiel präsentiert, wie ein gelungenes Portfolio aussehen kann. Bislang ist mir allerdings noch keines untergekommen, das mir richtig gut gefällt. Ich erwähnte eingangs ungenutztes Potenzial, richtig? Deine Chance.

Oder aber, du nutzt eines der Bild-Netzwerke, um dein Portfolio zu zeigen. Auf Pinterest könntest du ein Board mit deinen Arbeiten (z. B. Logo- und Visitenkarten-Designs) anlegen. Mit der richtigen Beschreibung versehen, machst du es auffindbar – es ist denkbar, dass Kunden auf dich stoßen.

Natürlich ist so ein Board kein Selbstgänger. Du musst viel, sehr viel Zeit investieren, um es – und dein Profil – sichtbar zu machen. Den meisten dürften dafür, neben dem Job, die Ressourcen fehlen. Deshalb meine Empfehlung: Setze auf Instagram – das Gitter aus 9 Bildern auf einen Blick, eignet sich hervorragend für diesen Zweck. Du kannst einen Account erstellen, der deine Arbeiten zeigt – und das kostenfrei. Aber auch hier kommt der Erfolg nicht von allein. Du musst regelmäßig Bilder posten. Empfohlen werden 1-2 pro Tag. Ich plädiere allerdings für Qualität statt Quantität: Ein richtig gutes Bild in der Woche, bringt dir womöglich mehr als sieben. Eine Konstanz sollte dennoch gegeben sein.

Wenn du z. B. drei Entwürfe für einen Kunden machst, aber nur einer genommen wird, du die anderen toll und zu schade für den virtuellen Papierkorb findest, könntest du sie auf Instagram posten. Mit den richtigen Hashtags versehen…

#Kreative haben die besten Voraussetzungen, um mit #SocialMedia Kunden zu gewinnen.… Klick um zu Tweeten

Nachfolgend noch zwei Zusatzideen, die nicht unmittelbar etwas mit der Darstellung eines Portfolios zu tun haben, aber deine Aktivität auf Instagram wirksam ergänzen. Denn auch kurze Videos sind auf dieser Plattform denkbar. Du könntest “How-tos” zeigen. Wie ist die neue Grußkarte für deinen Onlineshop entstanden? Wie funktioniert die Kunst des Handlettering? Verrate es uns. Oder gebe uns Einblick in dein Leben und lass uns in einer Insta Story an einem kreativen Tag teilhaben – dafür muss man allerdings eher von der Extrovertierten-Sorte Mensch sein.

Zeige deine Produkte

Instagram eignet sich auch ganz wundervoll, um deine eigenen Produkte zu präsentieren. Stellst du beispielsweise Schmuck her, kannst du dort Bilder von deinen Armbändern, Ketten und Ringen posten – natürlich in entsprechender Bildqualität.

Ein direkter Abverkauf ist derzeit noch nicht möglich. Ebenso wenig wie die Weiterleitung auf deinen Onlineshop durch Verlinkung innerhalb von unbezahlten Posts. Aber was nicht ist, kann ja noch werden… top, wenn du zu diesem Zeitpunkt schon eine ordentliche Fanbase aufgebaut hast.

Gleiches gilt für Pinterest. In den USA ist es schon möglich direkt Produkte über Pinterest zu (ver-)kaufen. Wann diese Möglichkeit deutschen Nutzern zur Verfügung steht ist unklar, aber auch hier hast du eine bessere Ausgangslage, wenn du schon einige Interessenten um dich geschart hast.

Eine Studie bezogen auf die USA hat ergeben, dass 93 Prozent der Nutzer im Land das Netzwerk zur Kaufplanung verwenden. Im E-Commerce-Magazin heißt es: “Die einen besuchen direkt die virtuellen Pinnwände des Händlers ihrer Wahl und informieren sich über aktuelle Angebote wie in einem Schaufenster, die anderen werden bei ihren Streifzügen durch die Pinnwände der Pinterest-Welt durch aktuelle Produktbilder inspiriert und zum Spontankauf angeregt.” Wenn das mal keine guten Aussichten sind.

Fazit

Grundsätzlich gilt, dass du dir, bevor du in den sozialen Medien aktiv wirst, überlegen solltest, was und wen du erreichen willst. Was sind deine Ziele? Wer ist deine Zielgruppe?

Gehören die Kundengewinnung und die Produktpräsentation bzw. der Abverkauf zu deinen Zielen, hast du jetzt auf jeden Fall ein paar Ideen an der Hand, die du umsetzen kannst.


Sandra Stabenow

Sandra ist freie Social Media- und Content Marketing Managerin. Sie unterstützt Startups, Gründer und Selbstständige dabei sich in Social Media richtig aufzustellen und macht mit ihrem Online-Magazin Frau, frei & selbstständige Frauen sichtbar.

1 Kommentar Schreibe einen Kommentar

  1. Sehr guter Beitrag, so erklär ich’s auch Coworkern, KundInnen und in meinen Seminaren.
    Kleine Anmerkung: Die Notizen-Funktion bei Facebook gibt es sowohl im persönlichen Profil als auch auf der Facebook Seite. Seriöser und öffentlich ist die Notiz der Seite, daher immer empfehlenswert.
    Bei LinkedIn können übrigens ähnlich optisch ansprechende Beiträge geschrieben werden, sie heißen dort Expanded Post.

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.