Tag 1 – Ich bin selbstständig, weil… - Achtung Designer
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Tag 1 – Ich bin selbstständig, weil…

#14TDC Tag 1 – Ich bin selbstständig, weil… / © Gudrun Wegener von AchtungDesigner.de

Hallo und herzlich Willkommen zum ersten Tag der 14-Tage-Challenge für Designer.
Schön, dass du dabei bist.

Dem großen Schritt in die Selbstständigkeit liegt ja immer eine ganz besondere Aufregung inne. Soll ich oder besser doch nicht? Und was passiert, wenn ich es nicht schaffe? Andersherum werde ich es immer bereuen, wenn ich es nicht wenigstens probiert habe…

Diese und viele andere Fragen sind dir im Kopf herumgeschwirrt, bevor du dich als Designer selbstständig gemacht hast.

Du musst wissen, wo du hin willst

Heute kannst du das ganze Thema viel entspannter sehen. Viele Projekte waren toll, einige auch nicht, aber unterm Strich geht es dir wie so vielen Selbstständigen: Du bist glücklich mit deiner Entscheidung und willst auf keinen Fall wieder ins Angestelltenverhältnis zurück.

Am Anfang hattest du wie jeder Gründer einen Traum, eine Vision, ein ganz bestimmtes „Warum“, dass dich dazu gebracht hat, dich selbstständig zu machen.

Ich hab mich selbst immer in einem lichtdurchfluteten Atelier stehen sehen, umgeben von meinen Bildern und mit tollen Auftragsarbeiten beschäftigt. Interessanterweise war für mich die Arbeit in einem großen Team einer bekannten Werbeagentur nie reizvoll. ☺ Ist es übrigens bis heute nicht …

Dann kommt die Realität und statt des großen Ateliers gibt es erstmal einen Platz im Home Office und später vielleicht ein kleines Büro. Und auch der Weg zu den tollen Jobs war steiniger, als gedacht. Vor allem am Anfang weißt du noch nicht genau, welche Leistungen du anbieten sollst, welche Preise du berechnen kannst und wie du an neue Aufträgen kommst.

Trotzdem bleibst du dran, weil weißt, wo du hin möchtest. Du hast einen roten Faden, ein Ziel, das dich durch alle Höhen und Tiefen deiner Selbstständigkeit bringt. Dabei ist dieses Ziel nicht in Stein gemeißelt – es verändert sich, so wie auch du dich durch deine Erfahrungen und dein Wissen weiterentwickelst.

Was Positionierung und Sichtbarkeit damit zu tun haben

Nach meiner Erfahrung ist ein erfolgreiches Design-Business auf 3 Säulen aufgebaut:

  1. Positionierung
    Wer bist du? Was genau machst du? Und für wen ist dieses Design besonders gut geeignet? Was unterscheidet dich von anderen Designern?
  2. Sichtbarkeit
    Wie und wo zeigst du deine Leistungen? Zeigst du dein Wissen? Wie können Kunden dich finden? Und was sehen potentielle Kunden, wenn sie dich suchen?
  3. Designs
    Natürlich musst du tolle und hochwertige Designs machen.

 


Challenge-Task für Tag 1

Während dieser Challenge arbeiten wir zusammen an deiner Positionierung und an deiner Sichtbarkeit, für tolle Designs kannst du ja ganz alleine sorgen.

Doch bevor wir damit loslegen, musst du dir noch einmal bewusst machen, was dein roter Faden ist. Mit welcher Vision hast du dich selbstständig gemacht und wie haben sich deine Ziele verändert?

Was?
Fasse in 1-2 Sätzen zusammen, was dein berufliches Ziel ist und wie du am liebsten arbeiten willst.

Guck mal in dein Worksheet-PDF, dass du von mir bekommen hast. Da findest du die Vorlage für die heutige und auch alle folgenden Übungen.

Wie?
Nutze die folgenden Fragen als Hilfe, um dein Ziel zu formulieren:

  • Wie würde dein Arbeitsalltag aussehen, wenn du dir was wünschen könntest? Ganz frei weg von der Leber und ohne Einschränkungen.
  • Wie würde dein Leben am Ende diesen Jahres aussehen und wie in drei oder fünf Jahren?
  • Möchtest du alleine arbeiten, in offenen Teams oder als Chef / Projektleiter?
  • Wo willst du arbeiten (Home Office, Coworking, Büro, auf Reisen)?

Warum?
Zu wissen, wohin du beruflich willst, ist elementar, wenn du etwas erreichen möchtest. Das eigene Ziel nie aus den Augen zu verlieren ist einfacher, je konkreter du bist.

Hier ein paar Beispiele:

  • „Ich möchte alleine arbeiten und meine Selbstständigkeit so flexibel wie möglich organisieren, damit ich viel reisen und an jedem Ort dieser Welt arbeiten kann.“
  • „Ich arbeite gerne mit anderen Selbstständigen in offenen Teams zusammen, brauche aber mein Home Office, um meinen Teil der Arbeit in Ruhe zu gestalten.“
  • „Am liebsten möchte ich in Zukunft ein kleines Team leiten und als Experte im meinem Fachbereich (z.B. Präsentationsdesign) gelten. Wenn ich dafür viel und intensiv arbeiten muss, dann mache ich das gerne.“

Fiel es dir leicht deinen roten Faden zu formulieren? Was ist dein Ziel und wie möchtest du gerne arbeiten? Hast du dir vorher schon genauere Gedanken darüber gemacht, wie du gerne arbeiten willst? Schreib mir und tausch dich mit den anderen Designern in der Facebook-Gruppe aus. Ich bin schon gespannt.

Bis bald,
Gudrun