Warum es so wichtig ist, als Designer Verkaufen zu lernen – Achtung Designer
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Warum es so wichtig ist, auch als Designer Verkaufen zu lernen

Warum es so wichtig ist, als Designer auch Verkaufen zu lernen / AchtungDesigner.de

Warum ist es wichtig, als Designer auch Verkaufen zu lernen? Verkaufen lernen? Geht das überhaupt? Manche können das eben – ich aber nicht – dafür bin ich kreativ. Ich muss sagen, ich habe mich um das Verkaufen lernen so lange gedrückt, wie es nur geht. Nicht nur Verkaufen, nein überhaupt jede Art von Kommunikation, die mich sichtbar mehr in den Mittelpunkt rückt – Katastrophe!!

Ich weiß nur zu gut, wie einfach und gemütlich es ist, sich hinter Arbeit, hinter „ich habe gerade so viel zu tun“ oder „ich kann das eh nicht“ oder einfach nur hinter seinem Bildschirm zu verstecken. Und das muss nicht mal ein Curved Extra Large Gamer Display sein. Da reicht das heiß geliebte MacBook.

Ob du Freelancer bist, Solopreneur oder ein eigenes Design Studio hast, du in einer Agentur arbeitest oder für ein Unternehmen. Egal ob du Schwerpunkte im Web, Digital, 3D, Print hast – völlig wurscht. Sich verkaufen können ist wichtig und erlernbar!

Für selbstständige #Designer ist es wichtig sich überzeugend #verkaufen zu können. @sarahmarielau… Klick um zu Tweeten

Besonders für selbstständige Designer ist es wichtig, sich überzeugend verkaufen zu können. Ich dachte lange, das könne man nicht lernen und ich schon gar nicht und wenn, dann hat das immer so einen merkwürdigen negativen Beigeschmack. Ich wollte nicht so sein wie diese typischen leicht versnobten Werber. Oder wie ein schleimiger Versicherungsmakler oder wie diese Hard-Core-Marketer, die so schreckliche Sales Pages haben, dass mein Typoherz weint.

Nein, so nicht, dachte ich mir – aber es muss doch auch anders gehen! Und dann hat es klick gemacht. Ok –  so blitzschnell war die Erleuchtung leider nicht. Und ich bin auch heute noch kein Sales Experte. Aber ich habe erkannt, dass Verkaufen erlernbar ist und das ist der erste Schritt zur Besserung.

Es gibt unzählige Bücher und Online-Kurse über das Verkaufen und ich kann dir nur raten: trau dich einfach ran! Das, was dich am Meisten zurückhält, sind deine falschen Vorstellungen über das Verkaufen, über Verkäufer und darüber, das Verkaufen zu lernen. Die meisten davon sind schlicht und einfach nicht wahr und diese zu ändern kann nur einer bewirken und das bist du.

Negative Glaubensgrundsätze, die dich davon abhalten können, Verkaufen zu lernen:

  • Gute Designer sind keine guten Verkäufer.
  • Kreative Menschen sind halt nicht so gut im Verkaufen.
  • Ich mache das doch gerne, wieso sollte ich das verkaufen „müssen“.
  • Jemand, der gut im Verkaufen ist und sich gut verkaufen kann, labert ständig Leute an.
  • Ich will nicht nerven.
  • Wenn ich meine Designs verkaufen muss, sind die Designs schlecht.
  • Ich will meine Kunden und auch sonst keine Menschen manipulieren.
  • Ich will nicht so ein hipper, schleimiger, selbstverliebter Werber sein.
  • Ich will mich lieber verstecken, ich mache einfach nur die schönen Designs und der Rest kommt schon von alleine.
  • Ich muss erst noch selbstbewusster werden, bevor ich gut verkaufen kann.
  • Gute Verkäufer haben ein geheimes Skript – von dem ich nichts weiß und für das ich meine Seele verkaufen müsste.
  • Um gut verkaufen zu können, muss man Leute manipulieren und führt sie am Ende zu etwas, das sie gar nicht möchten oder Schlimmeres – das kommt irgendwann als schlechtes Karma zurück.
  • Ich muss nicht verkaufen lernen – die Leute sollen zu mir kommen.
  • Ich kann niemals gut im Verkaufen werden, weil ___.

So, und wo hast du dich ertappt? Wir alle haben solche Geschichten irgendwann im Laufe unseres Lebens gesammelt. Aber jetzt mal ehrlich, das sind doch alles nur faule Ausreden! Oder wie es in einem amerikanischem Blogpost heißen würde: Limiting Believes – das sind einfach nur verquere Perspektiven und Geschichten, die man sich selber ausgedacht hat oder auf irgendeine Art und Weise irgendwann gelernt hat.

Ich sag es ganz ehrlich, ich bin immer noch kein Experte im Verkaufen und nicht der Sales-Held schlechthin. Noch nicht. Aber jeder Schritt zählt, ich habe Bücher gelesen, einen Online-Kurs gemacht und siehe da – es hat tatsächlich was gebracht. Diese Mini-Steps haben mir dabei geholfen, so manche Blockade in mir zu lösen, um nicht zu sagen meine ganze Sichtweise auf das Verkaufen verschoben – oder ins rechte Licht gerückt, wenn man so will.

Ich bin auch immer noch aufgeregt vor Gesprächen und ich verstecke mich nur zu gerne hinter meinem Display, obwohl der weder extra large noch curved ist – aber ich bleibe dran, ich lerne weiter und ich hab gecheckt, dass verkaufen eine erlernbare Fähigkeit ist.

Zitat "Es gibt unzählige Bücher und Online-Kurse über das Verkaufen und ich kann dir nur raten: trau dich einfach ran! Das, was dich am Meisten zurückhält, sind deine falschen Vorstellungen." Sarah Marie Lau / AchtungDesigner.de

Verkaufen kann ganz einfach sein. Verkaufen muss nicht anstrengend und schon gar nicht unangenehm sein. Sales is Love.

Im allerersten Schritt geht es nur darum herauszufinden, ob ihr ein gutes Match seid. Also ob du deinem potenziellen Kunden helfen kannst, ob deine Produkte und Services deinem Kunden nutzen und ob der Kunde überhaupt auch zu dir passt. Und ob du diesen Kunden möchtest oder nicht. Und wenn es nicht passt, dann kannst du dich freuen, dass es nicht dein idealer Kunde ist. Juhu nicht mein Traumkunde – next.

Für mich hat das einen riesengroßen Unterschied gemacht und den Druck vom „ich muss jetzt überzeugen“ genommen. Verkaufen kann ein ganz angenehmer Prozess für euch beide sein. Für dich und deinen Kunden. Und wenn es das nicht ist, geht es deinem Kunden wahrscheinlich genauso. Denk immer daran, dass auch dein Kunde unsicher ist und sich fragt, ob du der richtige Designer bist. Und werde so zum Partner. Zum vertrauensvollen Partner, der beratend zur Seite steht. Das ist auch noch mal so ein Perspektivenwechsel, der mir sehr geholfen hat. Es geht nicht darum, dem Kunden etwas zu verkaufen, dass er nicht möchte oder deinen Kunden zu manipulieren, sondern ihm beratend zur Seite zu stehen.

Nicht jeder Kunde muss zu dir und deinen #Designs passen. #verkaufen @sarahmarielau @gudrunwegener Klick um zu Tweeten

Verkaufen lernen in 6 Schritten

Und das gibt es tatsächlich – das geheime Sales Skript. Ich verrate es dir jetzt! Es besteht aus ganz einfachen Schritten oder Phasen, die ihr zusammen geht: Bond, Pain, Vision, Solution, Objections und Closing.

Heißt auf Deutsch:
Bond – Zuerst baust du eine emotionale Verbindung zu deinem Kunden auf (die du am Besten schon vorher recherchiert hast, juhu Social Media). Viele können das schon ganz intuitiv. Es geht ja nur darum, eine erste Verbindung und ein erstes Vertrauen zu schaffen – in das Gefühl „Ja dieser Designer versteht mich“ zu kommen.

Pain – Dann sprichst du seine Angst an. Das kann sein: „Wenn ich als Auftraggeber meine Webseite nicht aktualisiere, verliere ich Kunden“, oder „Ich verliere den Anschluss an diese neue Medienwelt“, etc. Durch diese Angst geht Ihr beide hindurch, zeige deinem Kunden, dass du ihn oder sie verstehst und dass du weißt, wovon du sprichst.

Vision & Service – Im Anschluss kannst du deine Vision mit ihm teilen, deine Lösung, also dein Angebot. Die Vision ist der Traum, wie das Problem und die Angst deines Kunden gelöst werden können, nämlich durch deinen Service.

Objections – So, wenn jetzt das Angebot steht, hat dein Kunde Bedenken und es ist dein Job, diese Bedenken anzusprechen und zu lösen. An diesem Schritt bin ich allerspätestens ausgestiegen: Ach so, klar kein Budget oder zu wenig Budget, im Moment keine Zeit oder „ich warte noch bis XY passiert ist“. Die Wahrheit ist, das sind nur Bedenken und es geht darum, deinem Kunden zu zeigen, dass sich die Investition in dich lohnt und jetzt die richtige Zeit ist.

Closing – Du machst einen nächsten konkreten Schritt mit deinem Kunden aus. Das kann der erste Briefing-Termin sein, der Projektstart und aller Papierkram, den du regeln musst, sprich Vertrag, Timing etc. Mach deinem Kunden klipp und klar, was der nächste Schritt ist. Dein Kunde soll ganz genau wissen, was als Nächstes passiert, was er zu tun hat, was du machst und wichtig: wann welches Budget wohin überwiesen werden soll.

Fazit

Das war´s auch schon. Hört sich gar nicht so kompliziert an, oder? Das Schöne ist, dass jedes Gespräch ganz individuell stattfinden kann. Du musst dich nicht starr an diese Schritte halten, sondern kannst ganz individuell auf deinen Kunden reagieren.

Für mich war es unglaublich wertvoll allein schon von diesen Schritten zu wissen. Und jedes Gespräch ist eine neue Chance, besser zu werden. Mach einen Kurs, probiere aus, was du heute schon gelernt hast und übe, was das Zeug hält. Such dir einen Sparringspartner mit dem du üben kannst und habe Spaß dabei!


Die Designerin Sarah Marie Lau

Sarah Marie Lau entwickelt starke Marken und Webseiten für visionäre und ambitionierte Unternehmerinnen, die ihr Business auf das nächste Level bringen wollen. Sarah liebt es frische Marken zu entwickeln, die sich mutig vom Einheitsbrei abheben und das verborgene Potenzial dieser Businesses zum Blühen bringen.

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